• aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvc2Nob25nYXUvbGFuZGtyZWlzL2tuYXBwLTEwMDAtd2FmZmVuLXd1cmRlbi1hYmdlZ2ViZW4tMjcyNjA1Mi5odG1s2726052Knapp 1000 Waffen wurden abgegeben0true
    • 30.01.13
    • Region Schongau
    • 1
    • Drucken

Knapp 1000 Waffen wurden abgegeben

    • recommendbutton_count100
    • 0

Weilheim-Schongau - Sie kommen zu zweit, sie kommen unangemeldet und sie sehen sich genau um: die Waffenkontrolleure des Landkreises, die überprüfen, ob Pistolen und Schrotflinten ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Bislang sechsmal haben sie die Waffenbesitzkarte eingezogen.

Zwischenlager: Im Landratsamt werden die abgegebenen Waffen gesammelt, ehe sie zum Landeskriminalamt in München gebracht werden, wo sie vernichtet werden. Das Foto zeigt Helmut Stork (l.) und Werner Hegewald mit einigen Exemplaren. F

Zwischenlager: Im Landratsamt werden die abgegebenen Waffen gesammelt, ehe sie zum Landeskriminalamt in München gebracht werden, wo sie vernichtet werden. Das Foto zeigt Helmut Stork (l.) und Werner Hegewald mit einigen Exemplaren. F

Insgesamt aber gibt es wenig Grund zur Beanstandung. „Die Pistole im Nachtkästchen ist die Ausnahme“, versichert Helmut Stork, Leiter des Ordnungsamtes am Landratsamt in Weilheim. Dieser Fall hatte 2010 im Landkreis für Aufsehen gesorgt, als das Kreisordnungsamt nach dem Amoklauf von Winnenden begann, hiesige Waffenbesitzer zu kontrollieren. Knapp drei Jahre später meldet die Behörde, dass die Zahl der Waffen von 13 800 auf aktuell 13019 zurückgegangen ist, die Zahl der Menschen, die eine Waffe besitzen, von 3400 auf aktuell 2732. Damit liegt der Landkreis bayernweit im Mittelfeld. Zwischen Januar 2010 und Dezember 2012 wurden beim Landratsamt 954 Pistolen und Gewehre sowie 368 Kilogramm Munition abgegeben. Beides wurde zunächst ordnungsgemäß verwahrt und dann in einer verschlossenen Holzkiste im Dienstwagen nach München zum Landeskriminalamt zur Vernichtung gefahren.

Meist sind es Menschen, die eine Waffe geerbt haben und sie dann abgeben, weil sie die neuen strengeren Auflagen nicht erfüllen wollen. Wer eine Waffe besitzt, muss seit Juli 2009 nämlich nachweisen, dass er einen dafür geeigneten, abschließbaren Stahlschrank besitzt, in dem er Lang- und Kurzwaffen sowie Munition getrennt aufbewahren kann.

An einem Tag pro Monat nimmt das Landratsamt dann seine Kontrollen vor, und ist damit neben der Stadt München eine der ganz wenigen Kreisbehörden, deren Mitarbeiter ohne Anmeldung auftauchen, so Stork. Bei den rund 150 bis 200 jährlich kontrollierten Besitzern, meist Sportschützen oder Jäger, kommt es im Schnitt zu fünf bis zehn Bußgeldverfahren. Höchststrafe sind übrigens 10 000 Euro, im Landkreis waren es bislang maximal 500 Euro, die unter anderem der Mann mit der Pistole im Nachtkästchen zahlen musste.

Wer beanstandet wird, hat vier Wochen Zeit, um den Mangel zu beheben. Es genügt dann, wenn der Waffenbesitzer einen Kaufbeleg über einen Waffenschrank und ein Foto mitschickt, so Stork.

Wer hartnäckig gegen die Bestimmungen verstößt, dem wird die Waffenbesitzkartekarte entzogen. Das kam bislang sechsmal vor, einer der Betroffenen hat dagegen geklagt, am 6. Februar wird vor dem Verwaltungsgericht München darüber verhandelt. Der Betroffene hatte seine Waffe nicht im, sondern neben einem Schrank aufbewahrt.

Manche Waffenbesitzer geben ihre Pistole oder ihr Gewehr den Mitarbeitern auch freiwillig mit, für solche Fälle haben die Kontrolleure immer eine Waffentasche dabei, so Stork.

zurück zur Übersicht: Region Schongau

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Host Mi30.01.2013, 20:28
(2)(0)

Da sind ja schon krasse Sachen dabei... wenn die PPSh und die MP 40 auf dem Photo keine Dekowaffen sind, schlummerten da ja einige "Schätzchen" in den Kellern... es erfüllt einen mit einem gewissen Unbehagen, was da wohl noch an vollautomatischen Kriegsrelikten bei Privatleuten rumliegt...

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für Schongau

Bilder aus der Region

Die besten Bilder vom Schongauer Nightgroove

Nightgroove, Schongau
weitere Fotostrecken:

Besonders beliebt

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene
  • Themen

Asyl: Schongau will gerechtere Verteilung

Schongau - Eigentlich ging es im Schongauer Bauausschuss um den Antrag des Landkreises, Asylbewerber notfalls in der Berufsschul-Turnhalle unterzubringen. Doch ein großer Teil der Diskussion drehte sich über die angebliche ungerechte Verteilung der Flüchtlinge im Landkreis.Mehr...

23-Jähriger fährt Handbike-Fahrer tot

Burggen - Es bleibt bei 20 Monaten Bewährung: Das Landgericht München II hat das Urteil des Amtsgerichts Weilheim gegen einen 23-Jährigen bestätigt. Er hatte einen Handbike-Fahrer getötet.Mehr...

Die schönsten Hochzeitsfotos aus der Region

Zahlreiche Paare aus der Region haben sich in den vergangenen Monaten das Ja-Wort gegeben. Von romantisch bis kreativ: Wir zeigen die schönsten Hochzeitsfotos.mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.