Am kommenden Donnerstag werden in der Stadthalle zwischen 1600 und 1800 Besucher erwartet - vorwiegend Jugendliche mit ihren Eltern, die sich bei 70 Lehrsstellenanbietern über rund 100 Berufsbilder informieren können (nachmittags in der Zeit von 13.30 bis 17.30 Uhr).
Die 10. Jobmesse - Titel: „Mein Job - Meine Zukunft“ wird federführend von Justina Eibl, der Leiterin der „Wirtschaftsförderung“ am Landratsamt, organisiert. Ihr zur Seite stehen der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“, die IHK, die Agentur für Arbeit und die Kreishandwerkerschaft. Die Organisation ist weit weniger aufwendig als zu Beginn, wie Robert Christian Mayer vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ beim Pressegespräch sagte. „Vieles hat sich eingespielt, heute treffen wir uns einmal vor der Veranstaltung, sonst reichen Telefonate.“
Die Jobmesse 2004 begann mit 42 Ausstellern, heute sind es rund 70, die über die Bereiche „Soziales“, „Handwerk“, „Technik“, „Logistik“, „Verwaltung“ und „Dienstleistung“ sowie über Studiengänge informieren. Es gibt eine Warteliste mit rund einem Dutzend Firmen, die gerne bei der Jobmesse dabei wären.
Der größte Unterschied zwischen 2004 und 2013 ist jener zwischen Angebot und Nachfrage: Rein rechnerisch konnte damals nicht allen Jugendlichen eine Lehrstelle angeboten werden, heute gibt es mehr Lehrstellen als Auszubildende. Das entbinde die jungen Menschen aber nicht von der Verpflichtung, sich in der Schule anzustrengen. Denn bei den begehrten Berufen gebe es immer noch weniger Lehrstellen als Bewerber, so Robert Ernst von der Agentur für Arbeit. Im Landkreis treten jedes Jahr zwischen 800 und 900 junge Männer und Frauen eine Ausbildung an.
Eine weitere Veränderung gegenüber 2004: Anfangs boten die Organisatoren Fachvorträge an. Die gibt es heute nicht mehr. „Wir wollen, dass die Jugendlichen Kontakte knüpfen mit den Lehrstellenanbietern“, so Eibl.
Die Anbieter von Lehrstellen sind genau daran interessiert, wie Gustl Bernhofer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, an einem Beispiel erläuterte. Den Chef eines Handwerksbetriebes habe er bislang nicht überzeugen können, einen Messestand zu mieten. Die drei bis vier Bewerber für die eine Lehrstelle kamen auch so zu ihm. Diesmal nicht - deshalb ist der Handwerksmeister jetzt bei der Jobmesse dabei. Bernhofer findet gut, dass die Jobmesse Größe und Charakter beibehalten habe. „Es muss nicht immer noch mehr und noch größer werden.“
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