Abzocke mit Werbung auf Erste-Hilfe-Tafeln?

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    • 04.07.12
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Geschäftsfrauen wehren sich

Abzocke mit Werbung auf Erste-Hilfe-Tafeln?

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Peiting - Drei Peitinger Geschäftsfrauen warnen vor einem möglichen Betrug: Der Vertrag für eine Anzeige an exklusiver Stelle auf einer Erste-Hilfe-Tafel "deutet auf eine Abzocke hin".

Fühlen sich betrogen: Stefanie Leibnitz, Tanja Haslach und Ajandok Ehrsam (von links) sind mit den Formulierungen im Vertrag nicht einverstanden. Foto: robert

Stefanie Leibnitz (Steffi’s Blumen- und Geschenkewelt, 25), Tanja Haslach (Pico-Bello Hundesalon, 25) und Ajandok Ehrsam (Carpe Diem, 30) aus Peiting fühlen sich betrogen. Alle drei Damen sind auf ein Angebot einer Verlagsvertreterin von H.J. Jäger eingegangen und befürchten nun, für etwas bezahlen zu müssen, das sie nie erhalten werden.

Was wurde ihnen sowie mindestens einer weiteren Geschäftsfrau aus Schongau versprochen? Ende vergangener Woche hat eine offensichtlich recht wortgewandte und gut geschulte Frau den Geschäftsinhaberinnen jeweils eine Werbeanzeige verkauft. Diese sollte auf einer Erste-Hilfe-Tafel, einer Karte mit mittig aufgelisteten Notrufnummern, abgedruckt und als Infopost versandt werden. Abgesehen davon, dass allen drei Damen unter enormem Zeitdruck ganz exklusiv exakt derselbe Anzeigenplatz links oben verkauft wurde, differieren alle weiteren Angaben oder bleiben unklar. Mündlich wurden Auflagenstärken bis zu 10 000 Stück besprochen, schriftlich fehlte dann plötzlich eine Null. Zwischen 180 und 220 Euro kostet die Anzeige netto, aber bei näherem Hinsehen nur für das erste Jahr, Preissteigerungen sollen dann nach der „aktuellen Preisliste“ berechnet werden, was eine versteckte Kostenfalle sein könnte. Der Gipfel für die drei Geschäftsfrauen: Eine Recherche im Internet hat ergeben, dass vermutlich bereits Betrugsfälle vorliegen. Die Betroffenen hätten im zweiten Jahr eine erhöhte Rechnung erhalten, die Werbetafeln sind aber angeblich nie ausgeliefert worden.

Veronika Seidler von der Weilheimer Anwaltskanzlei Jullien & Partner hat den unterschriebenen Anzeigenauftrag unter die Lupe genommen und kommt zu dem Schluss: „Der Vertrag weist eklatante Lücken auf über wesentliche Bestandteile, es deutet auf Abzocke hin.“ Auch wenn etwa eine ordentliche Kündigung gleich in den oberen Zeilen ausgeschlossen ist, könne man argumentieren, dass der Vertrag nicht wirksam zustande gekommen sei, so Seidler. Betroffene müssten den Vertrag daher auch nicht kündigen. Seidler rät aber dringend dazu, die Formulierung des Vertrags schriftlich anzufechten.

Ob nun Eintrag ins Telefonbuch oder Werbeanzeige: „In den 90er Jahren war das eine ganz große Masche, in den letzten Jahren ist das zurückgegangen“, sagt Rudolf Fischer. Dem Schongauer Polizei-Chef sind die Verträge mit der Firma aus Remagen zwar bisher noch nicht untergekommen, bietet aber Betroffenen Unterstützung an. „Wenn uns Fälle bekannt werden, prüfen wir, ob ein Betrugsfall vorliegt.“

Gewarnt ist man nun auch in der Marktgemeinde Peiting, auf die sich die Verlagsvertreterin übrigens ebenso bezogen hat wie auf die Stadt Schongau und den Landkreis - ohne das Wissen der Verantwortlichen. Peitings Geschäftsstellenleiter Stefan Kort etwa hörte von den Schongauer Nachrichten das erste Mal von der Erste Hilfe-Werbeaktion, wie bereits erwartet, hat die Marktgemeinde damit nichts zu tun. Kort: „Leider ist es nicht so einfach, solche Angebote von seriösen zu trennen.“

Die zugesicherte schriftliche Stellungnahme der Geschäftsleitung von H.J. Jäger ist bis Redaktionsschluss nicht eingetroffen.

Elke Robert

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Kommentare

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Isa13.06.2013, 11:59Antwort
(0)(0)

Ja, die sind auch verwandt miteinander.

XIXU13.06.2013, 05:17
(0)(0)

übrigens lebt die Rechtsanwaltskanzlei Hehn in Remagen dann von den Klagen der Geschädigten mit.

Bibi-beau13.06.2013, 05:08Antwort
(0)(0)

Sie stellen sich vor :
Ich bin von der Gemeinde .
Jeder will dann Gutes tuen.
Später vor Gericht wird einem nicht geglaubt.

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