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    • 19.02.13
    • Peiting
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Petr Necas auf Bayern-Besuch

Tschechischer Präsident besucht Peiting nicht

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Peiting - Wenn Tschechiens Regierungschef Petr Necas zum Bayern-Besuch in München eintrifft, würde dem Kreisvorsitzenden der Sudetendeutschen Landmannschaft auch ein Abstecher zur Vertriebenenkapelle auf dem Kalvarienberg gefallen. Doch der fällt aus - vorerst zumindest.

Die Vertriebenkapelle auf dem Kalvarienberg in Peiting ist ein Symbol für die Sudetendeutschen. foto: fkn

© fkn

Die Vertriebenkapelle auf dem Kalvarienberg in Peiting ist ein Symbol für die Sudetendeutschen.

Stifter würde in einem solchen Besuch „ein wichtiges Zeichen“ sehen. „Es wäre eine 180 Grad-Kehrtwendung und für uns als Vertriebene nicht zuletzt vor dem Hintergrund wichtig, dass derzeit ein Marienweg nach Maria Kulm entsteht, der nächstes Jahr fertig sein soll.“ Den Peiting-Besuch hatten die Bezirksoberleute der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Johann Slezak (Oberbayern) und Felix Vogt-Gruber (Schwaben), in einem Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer angeregt.

Bis gestern lag noch keine Antwort aus dem Maximilianeum vor. Fakt ist jedoch, dass die gewünschte Stippvisite diesmal nicht möglich sein wird. Soviel konnte zumindest der Sprecher der Staatskanzlei, Rainer Riedl, gestern auf Anfrage berichten. Riedl versprach aber, „dass der Brief in jedem Fall beantwortet wird“. Aus organisatorischen und zeitlichen Gründen sei das Programm zum Besuch von Necas ausschließlich auf München und das nahe Umfeld (Dachau und Oberpfaffenhofen) beschränkt. Zu den offiziellen Programmpunkten, so Riedl weiter, seien aber Vertreter der Sudetendeutschen eingeladen. Über künftige Besuchsinhalte wollte er nicht spekulieren, wies aber daraufhin, dass das Thema Sudetendeutsche bei Besuchen von hohen tschechischen Regierungsvertretern immer eine besondere Rolle spiele.

Im Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten hatten Slezak und Vogt-Gruber darauf verwiesen, dass beim Besuch von Necas „ein gewichtiger Punkt vergessen wurde - der Besuch der Delegation an einem Denkmal der Opfer der Vertreibungen“.

Und weiter: „Wir könnten uns die Vertriebenkapelle in Peiting vorstellen, wo dezidiert der Millionen Toten der Vertreibungen und explizit der 275 000 sudetendeutschen Opfer gedacht wird. Diese Opfer waren genauso unschuldig wie die tschechischen Opfer.“ Später heißt es dann noch, „dass wir davon ausgehen, dass der mit hohen Ehren zu empfangende tschechische Ministerpräsident gute Botschaft für „Bayerns vierten Stamm“ im Reisegepäck habe, zumindest die Aufhebung des Straffreistellungsgesetzes, was ohnehin keine Konsequenzen für Tschechien hätte“.

Derweil haben die Sudetendeutschen anlässlich des Besuchs Mahnwachen geplant. Diese sind heute zwischen 13.45 Uhr und 14.45 Uhr am Hofgarten vorm Prinz-Karl-Palais, zwischen 18 und 19 Uhr am CZ-Zentrum in der Prinzregentenstraße und zwischen 19 und 21 Uhr vor der Residenz geplant. Am morgigen Donnerstag ist eine weitere Mahnwache zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr in Weßling in der Münchner Straße 20 geplant. Auch Gustav Stifter wird dazu nach München fahren.

Stephan Penning

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Kommentare

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Gast21.02.2013, 09:08Antwort
(2)(0)

Krieg verloren - Rechte verloren!

Das ist für die Betroffenen unendlich tragisch aber realistisch betrachtet nicht zu ändern.

Und unser Staat kapituliert nicht nur auf Grund der Tatsache eines verlorenen Krieges, sondern z.B. auch vor Macht, Einfluss, Geld usw.

Jan Pretorius20.02.2013, 17:39Antwort
(1)(0)

an "und wie soll das gehen?"
Sie moechte ich nicht als Richter in einem Eigentumsverfahren haben.
Die Rueckuebereignung der enteigneten Vermoegenswerte oder die
Entschaedigung (oder wenigstens das ehrliche Bemuehen darum) ist ein wichtiger Beitrag zur europaeischen Rechtskultur. Man darf weder vordem Unrechtnoch vor der Macht kapitulieren. Und Recht hoert nicht durch Zeitablauf auf zu bestehen.

Gast20.02.2013, 09:35Antwort
(1)(0)

Und wie soll das gehen? Etwa wieder Krieg führen? Träumen sie weiter aber lassen die Öffentlichkeit damit in Ruhe.

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