Schongau - Kann man es wagen oder ist es noch zu gefährlich? Fest steht: Die klirrende Kälte ruft die Schlittschuhläufer auf den Plan. Immer mehr tummeln sich jetzt auf den zugefrorenen Seen im Schongauer Land.

Auf dem zugefrorenen Haslacher See bei Bernbeuren tummeln sich schon die ersten Schlittschuhläufer. Foto: preller
Beliebt ist vor allem der Haslacher See bei Bernbeuren. „Ja, es laufen schon die ersten Leute übers Eis“, kann Bürgermeister Heimo Schmid bestätigen. Aber er sagt es auch ganz deutlich: „Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigene Gefahr.“ So steht’s auch auf dem Hinweisschild am Rande des Sees.
Aber die frostigen Temperaturen der vergangenen Tage haben eine tragfähige Eisfläche aufgebaut. „Wenn man jetzt nicht schlittschuhlaufen kann, wann dann?“, sagen sich die Wintersportler, die sich auf dem Haslacher See relativ sicher fühlen.
Anders sieht es auf dem Lechstausee in Schongau aus. Dort ist ein Betreten der Eisfläche äußerst riskant. „Weil die Eisdecke nicht gleichmäßig dick ist“, wie Magnus Magg von der Wasserwacht erläutert. Und dies liege zum einen an dem Schwellbetrieb, zum anderen daran, dass in den Lechstausee auch Kühlwasser (z.B. vom Biomasse-Heizkraftwerk) eingeleitet wird.
„Hinzu kommen noch unterirdische Quellen und die Strömung“, verweist Magnus Magg auf die Gefahren des Eislaufens auf dem Lechstausee. Die Wasserwacht sei zwar für eine Eisrettung gerüstet und bereite sich bei Übungen auf solche Ernstfälle vor, dennoch sollte das Risiko nicht unterschätzt werden. „Erst wenn das Eis eine Dicke von etwa 15 Zentimetern erreicht, trägt es wirklich sicher“, heißt es in einer Mitteilung der BRK-Wasserwacht.
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