Da war der Geräuschpegel nicht ganz ohne. Auch Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl war mit von der Partie und der Hahn im Korb.
„Ich bin a Middelfrängin“, antwortet Frieda Deihl auf die Frage nach ihrem Geburtsort. Und man hört es. In Uffenheim in der Nähe von Ansbach ist sie geboren. 1954 ist die Frischvermählte mit ihrem Mann Josef, ein geborener Augsburger, nach Neumarkt in der Oberpfalz gezogen. „Er hat dort als Braumeister gearbeitet“, erzählt die Seniorin. Sie war damals zuerst in einem Feinkostladen in Nürnberg beschäftigt. „Nach zwei Jahren war mir die Fahrerei allerdings zuwider.“ Dann schaffte sie viele Jahre Handwerkliches in einer Fabrik.
Im Rentenalter zog das Paar dann nach Peiting. „In Neumarkt hat uns nichts mehr gehalten.“ Nach ein paar Jahren in einer Eigentumswohnung kauften die beiden schließlich ein Haus im Schongauer Forchet. Dort lebt die alte Dame auch heute noch. Doch mittlerweile allein. Vor bereits 16 Jahren ist ihr Mann verstorben.
Einen grünen Daumen hat sie, sagt die Seniorin. Außerdem haben Handarbeiten wie Gobelin ihr immer Freude bereitet. Überhaupt hat sie bisher ein schönes Leben geführt, sagt Deihl. Schicksalsschläge, wie der Tod ihres Mannes und der ihrer älteren Schwester vor zwei Jahren, gehörten eben dazu.
Die Schwestern der Schongauer Sozialstation sind nun seit 1997 ihre Ersatz-Familie. „Wir kommen alle sehr gerne her. Sie ist ein so liebenswerter Mensch“, sagt Schwester Marianne Kreitmeier. „Und ihr Gedächtnis ist phänomenal.“ Deihl wisse sowohl die Namen als auch die Geburtsdaten aller Kinder der vielen Schwestern auswendig.
carolin nuscheler













