Schongauer Plantsch hat ein Bodenproblem

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    • 28.06.12
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Schongauer Plantsch hat ein Bodenproblem

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Schongau - Das Schongauer Freizeitbad Plantsch hat ein Bodenproblem. Und für die Behebung dieses Schadens wird es nach den Sommerferien eine lange Revisionszeit geben.

Da gehen schon die grauen Ersatz-Fliesen aus: Plantsch-Chef Andreas Kosian deutet auf den Problem-Boden. bo

Da gehen schon die grauen Ersatz-Fliesen aus: Plantsch-Chef Andreas Kosian deutet auf den Problem-Boden. bo

Wegen der dringend notwendigen Sanierung der Duschen wird das Schongauer Freizeitbad Plantsch dieses Jahr vermutlich so lange geschlossen bleiben wie noch nie. Sieben Wochen sind nach Ende der Sommerferien für die Reparaturen veranschlagt - da wird es sogar mit den Herbstferien eng.

Bereits vor zwei Jahren musste das Plantsch wegen aufwändiger Arbeiten an der Filtertechnik für sechs Wochen geschlossen werden. Nicht so schlimm, hieß es damals bei Betriebsleiter Andreas Kosian, ist doch die Zeit nach den Sommerferien traditionell die mit den geringsten Besucherzahlen. Und pünktlich zu den Herbstferien war wieder geöffnet.

Doch das dürfte dieses Mal eng werden, auch wenn Kosian den 1. November anpeilt. Grund ist der Boden im Duschbereich, der sich laut Kosian hebt. Laut Aussage eines Gutachters sei für die Abdichtung ein falsches Material verwendet worden, der Belag habe sich mittlerweile völlig aufgelöst. Das Wasser kann also durch feinste Risse etwa in den Fugen überall in den Boden einsickern, dadurch hebt sich der Estrich. „Und wenn dann Fliesen brechen und sich Badegäste verletzen können, wird es gefährlich“, sagt Kosian. Bisher habe man solche Probleme immer sofort beseitigt, doch das geht auf Dauer nicht - jetzt plant die Stadt eine große Lösung.

„Denn auch bei den Armaturen in den Duschen besteht Handlungsbedarf“, erläuterte Stadtbaumeister Ulrich Knecht in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Gleichzeitig soll der Duschbereich auch anders gestaltet werden: Einige Trennwände zwischen den Duschen sollen wegfallen, dafür wird es mehrere Ablagemöglichkeiten für Handtücher und Taschen geben. Bei den Damen wird es sogar eine Dusche mit Schwingtür geben, um für ein Stück Privatsphäre zu sorgen. Dass dafür bei den Frauen eine Dusche wegfällt und nur noch neun statt zehn zur Verfügung stehen, ist laut Kosian zu verschmerzen.

Für die Wände sollen großformatige Glasfliesen genutzt werden, die seien besser zu pflegen. Auch die Bodenfliesen sollen größer werden als jetzt. Das sorgte bei Stephan Hild (UWV) aber für Verwunderung: „Wir hatten doch diskutiert, eine Beschichtung aufzutragen. Warum wurde das verworfen?“ Laut Kosian habe man zwei kleine Bereiche mit so einer Beschichtung getestet, das Ergebnis sei katastrophal gewesen: „Das war abgrundtief hässlich, das haben wir wieder rausgemacht. Auch die Reinigung wäre viel komplizierter geworden, das war untragbar.“ Hild ließ nicht locker, doch nach weiteren Nachfragen gab er sich schließlich doch geschlagen.

Insgesamt rechnet Stadtbaumeister Knecht mit Kosten in Höhe von 110 000 Euro, wobei die Plantsch-Angestellten vor allem bei den Abbrucharbeiten fleißig selbst mitwerkeln wollen. Da durch einen Vergleich mit der Versicherung wegen des Baumangels 80 000 Euro gezahlt wurden, ist die Reparatur nahezu kostenneutral. Und weil die Ansätze schon im Haushalt 2011 enthalten waren, kann auch der durch das Landratsamt abgelehnte Haushalt das Projekt nicht stoppen. „Das werden wir auf jeden Fall heuer durchführen“, so Knecht.

Für Sauna-Gäste ist die Baumaßnahme sowieso kein Problem, für sie ist das Plantsch bereits nach einer Zehn-Tages-Pause wieder geöffnet. Jetzt hofft Kosian nur, dass das Untergrund-Problem nicht auch irgendwann im Badebereich auftaucht. Das wäre nicht nur sehr teuer, sondern würde vermutlich den Revisions-Rekord aus diesem Jahr noch deutlich übertreffen.

Boris Forstner

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