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Schongauer Bauhof: Überstunden für die Verkehrssicherheit

Schongauer Bauhof: Überstunden für die Verkehrssicherheit

Schongau - Überstunden für die Allgemeinheit und die Verkehrssicherheit: Die starken Schneefälle der vergangenen Tage haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs ganz ins Schwitzen gebracht.

Zusatzarbeit: Am gestrigen Donnerstag räumte der Bauhof mit großem Personal- und Geräteaufwand den Marienplatz vom Schnee frei, damit heute der Wochenmarkt problemlos über die Bühne gehen kann. Im Hintergrund ist schon die Bühne für das Faschingstreiben am Sonntag vor dem Ballenhaus aufgebaut. Foto: Schröder

Zusatzarbeit: Am gestrigen Donnerstag räumte der Bauhof mit großem Personal- und Geräteaufwand den Marienplatz vom Schnee frei, damit heute der Wochenmarkt problemlos über die Bühne gehen kann. Im Hintergrund ist schon die Bühne für das Faschingstreiben am Sonntag vor dem Ballenhaus aufgebaut. Foto: Schröder

Um 2.30 ist für sie die Nacht vorbei: Denn um 2.30 Uhr schwärmen bei Schneefall wie am vergangenen Dienstag und Mittwoch die ersten von rund 25 Mitarbeitern des Bauhofs der Stadt Schongau aus. „Wie haben da einen festen Plan, und um 2.30 Uhr rücken die großen Räumfahrzeuge aus“, erklärt Bauhof-Leiter Johann Eurisch.

Und eben diese Räumfahrzeuge haben einen festgelegten „Revierplan“, nach welcher Reihenfolge sie welche Straßen und Bereich von den weißen Schneemassen befreien. „Als allererstes werden unsere Haupt-Verkehrs- und Zufahrtsstraßen befahren“, führt Eurisch weiter aus. Priorität haben außerdem neuralgische Verkehrspunkte wie der Rösslekeller- oder der Hollberg, also Gefällstrecken, an denen immer gerne Autos oder Lkw hängen bleiben. „Jeder weiß, in welcher Reihenfolge er welche Bereiche anfahren muss. Dafür haben wir das ganze Stadtgebiet in Reviere eingeteilt.“

Quasi in der zweiten Kategorie werden dann die Buslinien, Schul- und Kindergartenbereiche angefahren und geräumt. „Das ist deswegen so wichtig, weil sich gegen 7 Uhr rund 3000 Personen in Richtung der Schongauer Schulen aufmachen“, erklärt Eurisch. Als letztes werden dann die Wohngebiete und übrigen Straßen angefahren, führt der Bauhofleiter weiter aus und bittet die Bürger um Verständnis, dass diese Straßen zu Stoßzeiten meist erst später geräumt werden. „Alle anderen Sachen haben eben Priorität.“

Wie Eurisch weiter erklärt, machen die Bauhof-Mitarbeiter an solchen Wintertagen ohnehin Überstunden. „Wir haben in den vergangenen Tagen durchgehend von 2.30 bis 22 Uhr am Abend geräumt.“ Diese Überstunden werden auf einem Zeitkonto gesammelt und an Tagen bzw. in Zeiten, wo vielleicht etwas weniger Arbeit anfällt, wenn möglich abgefeiert.

Nach den Straßenräumern rücken gegen 4.30 Uhr die Gehsteigreiniger des Bauhofes aus. Sie sorgen dafür, dass rechtzeitig zum Beginn des Arbeitstages die meisten Gehsteige, Plätze und Bereiche begehbar sind. Um 5.30 Uhr schwärmt dann der Handfeger-Trupp aus.

Nach Eurischs Worten hat sein Team das Schneechaos der vergangenen Tage ganz normal gemeistert - wenn auch wegen der Massen an Schnee zeitlich etwas verzögert.

Eine Sache bereitet den Bauhof-Mitarbeitern allerdings immer wieder Probleme: „Die Beparkung nimmt im Stadtgebiet ständig zu und behindert manchmal richtig unsere Arbeit“, sagt Johann Eurisch. Will heißen: Gerade in der Früh stehen an den Straßen sehr viele Fahrzeuge. Und je mehr Schnee liegt, der von den Gehsteigen an den Straßenrand geschaufelt wird, umso weiter weg vom Gehsteig werden dann die Fahrzeuge geparkt. „Und irgendwann ist die Straße dann zu eng, und unsere Räumfahrzeuge kommen nicht mehr durch. Dann ist klar, dass sich Leute beschweren, dass ihre Straße nicht geräumt werde“, erklärt der Bauhof-Chef.

Vereinzelt rufen immer wieder mal Schongauer Bürger im Bauhof an und fragen nach, wann denn ihre Straßen „endlich geräumt werden“, weiß Eurisch zu berichten. „Im Großen und Ganzen gibt es beim Winterdienst aber wenig Probleme.“

Am gestrigen Donnerstag wartete für die Bauhof-Crew nochmal zusätzliche Arbeit im Schnee: Am Nachmittag rückten sie am Schongauer Marienplatz an, um diesen von den weißen Massen zu befreien. „Das machen wir, damit der freitägliche Wochenmarkt problemlos stattfinden kann“, sagt Eurisch. Die weiße Pracht wurde im Pendelverkehr von mehreren Traktoren und Lkw zum Festplatz am Lech gefahren, wo er vorerst gelagert wird.

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