Am Montagnachmittag erfuhr sie dafür die Würdigung, wurde von Staatsekretär und Landtagsabgeordnetem Bernd Sibler, zugleich Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes, mit Ehrennadel, Ehrenplakette und Ehrenurkunde ausgezeichnet. Sie hat sich sehr gefreut über diese Ehrung. „Das ist schon etwas ganz Besonderes und war auch entsprechend festlich“, erzählt sie, „mit einem tollen Essen und so“, gewährt die 63-Jährige einen kleinen Einblick in ihre Gemütslage.
Im Alter von 30 Jahren hat sie ihren kostbaren Lebenssaft erstmals gespendet. Was seinerzeit den Ausschlag gab? „Ich habe damals gehört, dass das Rote Kreuz gerade während der Sommermonate viele Blutkonserven unterschiedlichster Blutgruppen braucht, weil sich da immer viele schwere Unfälle ereignen und man durch seine Spende vielleicht Leben retten kann“, blickt Christa zurück. Und sie erinnert sich noch gut an den Dezembertag 1979, als sie erstmals dazu die Grundschule in Steingaden aufsuchte. „Ein bisschen mulmig war das Gefühl damals schon“, berichtet sie.
„Aber ich habe mir gedacht, ich probier’s erinfach mal und schau, wie es mir danach geht.“ Es ging ihr gut, weswegen im Laufe der Jahre noch 74 weitere Besuche folgten. Ab 1979 war’s für sie noch einfacher, denn da habe ich einen Job an der Schule angenommen und regelmäßig dort geputzt.“
Mehr als 74 Besuche waren ihr trotzdem nicht möglich, weil die Damen - bedingt durch einen niedrigeren Hämoglobin-Wert - nicht so oft gehen dürfen wie die Männer. Die 100 wird sie, die für gewöhnlich dreimal im Jahr (das nächste Mal am 6. März) ihr Blut spendet, wohl nicht mehr voll machen können, altersbedingt. Mit 68 ist nämlich Schluss.
Aber das stört sie nicht wirklich, denn eine potentielle Nachfolgerin hat sie schon gefunden. „Beim nächsten Mal will meine Tochter erstmals mitgehen ihr Blut spenden.“ Vielleicht tritt die 31-Jährige dann in die Fußstapfen der Mama. Die hat auch ihren Mann schon mal mitgenommen, „aber der hat es gesundheitlich nicht so gut vertragen“.
spe













