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Holzkirchen - Handbiker Tobias Fiedler (RSLC Holzkirchen) wird bei Einzelzeitfahren in der Schweiz Dritter.

Trotz Regens und Kälte war Tobias Fiedler in Schenkon mit durchschnittlich 36 Stundenkilometern unterwegs. Foto: kn
„Wenn wir dieses Niveau halten können, wird sich der Bundestrainer schwer tun, bei der Besetzung des Kaders die RSLC-Fahrer nicht zu berücksichtigen“, sagt Tobias Fiedler. Während das Aushängeschild des RSLC Holzkirchen, Weltmeister und Paralympics-Teilnehmer Elmar Sternath, seit Monaten an einer hartnäckigen Schulterverletzung laboriert, haben Fiedler und Norbert Mosandl beim Einzelzeitfahren des Europäischen Handbike-Verbandes in Schenkon (Schweiz) gehörig mitgemischt.
Dabei war die Lizenz für den 37-jährigen Fiedler, Trainingspartner von Sternath, gerade noch rechtzeitig eingetroffen. Trotz Regens, Kälte und Gegenwinds waren beim traditionsreichen Handbike-Rennen in Schenkon die weltbesten Athleten am Start. In Fiedlers Klasse MH2 (Querschnittslähmung bis inklusive zehnten Brustwirbel) wurden die Athleten in 30 Sekunden-Abständen auf die 21 Kilometer lange Strecke geschickt. Schon bei der Hälfte hatte er Tobias Knecht eingeholt. „Und der ist zurzeit der wohl beste Sprinter“, sagt Fiedler.
Doch der RSLCler wurde seinerseits überholt: Der Italiener Vittorio Podesta wollte den 37-Jährigen ein Kilometer vor dem Ziel passieren, doch der hielt dagegen. Rad an Rad ging es mehrere 100 Meter. Später sollte der Holzkirchner, der 1991 von einem Lkw angefahren wurde und seitdem querschnittgelähmt ist, einen Schnitt von 36 Stundenkilometern feststellen. Doch an der letzten Steigung hatte Podesta mehr Körner als Fiedler. Der Italiener gewann mit einer Zeit von 35:09.8 Minuten vor dem Schweizer Lukas Weber (35:26.4) und Fiedler (35:42.9).
Norbert Mosandl verpasste dagegen in der Schweiz einen Podestplatz. Beim Einzelzeitfahren in der Klasse MH4 der Kniebiker kam der RSLCler nach 36:31.0 Minuten ins Ziel und wurde damit Vierter. sw
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