319.07.09|Nachrichten|Nachrichten|
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Altenstadt - Vom Winde verweht: Nach Kroatien zum Auftakt der Serie gibt es im Fallschirm-Zielspringen auch bei der Veranstaltung des Club 2000 Altenstadt keine Weltcup-Wertung. Nur drei Durchgänge wurden gesprungen, dann machten am Samstag tiefhängende Wolken und gestern der Wind dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung.

Es war sicherlich nicht unbedingt das Wochenende für die Fallschirmspringer, die sich so viel vorgenommen hatten. Nur an einem der drei vorgesehenen Wettkampftage konnte gesprungen werden. Dabei hatten sich Organisationsleiter Gerhard Wagner und seine dreißigköpfige Helfercrew rechtschaffen um einen reibungslosen Veranstaltungsablauf bemüht, doch gegen das Wetter sind auch sie machtlos.
„Wir müssen versuchen, heute so viele Durchgänge wie möglich zu springen“, meinte Günter Berendt, als Vorspringer eingesetzt, angesichts der Wetterprognosen schon am ersten Wettkampftag. Drei Durchgänge brachten die Fallschirmspringer schließlich hinter sich.
Acht Durchgänge sollten es sein. Um eine Wertung durchführen zu können, sind mindestens vier nötig. Am zweiten Wettkampftag herrschte allerdings Tristesse. Weniger der Regen als die tiefhängenden Wolken machten dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung. „Wir brauchen mindestens Sicht auf eine Absprunghöhe von 1000 Meter“, klärte Gerhard Wagner mit missmutigem Blick zum Himmel auf.
Rückfragen zu Wetterämtern machten zwar Hoffnung, dass sich der Himmel am Samstag Nachmittag aufhellen könnte, doch daraus wurde nichts. Unverrichteter Dinge musste der Veranstalter einpacken, so dass sich die Aktivitäten einzig auf Aufenthalte im Festzelt oder in den Wohnwägen bzw. den Pensionen und auf Spaziergängen beschränkten.
Am dritten Wettkampftag klarte der Himmel dann doch endlich auf. „Jetzt versuchen wir, noch ein paar Durchgänge zu springen“, gingen Gerhard Wagner und seine Mitstreiter in den frühen Morgenstunden zur Tat über. „Immer mit der Befürchtung, dass wieder abgebrochen werden muss. „Oben herrschen starke Winde, und es ist zu befürchten, dass die weiter runter kommen“, so Gerhard Wagner. Er sollte Recht behalten. 18 Teams hatten den vierten Durchgang hinter sich gebracht, als der befürchtete Starkwind aufkam.
Bis 7 m/sec. wird gesprungen, danach geht nichts mehr. Als der Wettbewerb abgebrochen wurde und die Springer erneut in die Warteschleife einbogen, steigerten sich die Böen auf 14 m/sec. „Das wäre zu gefährlich, wenn wir jetzt noch springen würden“, gab Günter Berendt zu verstehen. „Der Fallschirm kann nicht mehr gesteuert werden, und der Springer würde in die naheliegenden Hochspannungsleitungen abtreiben.“ df
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