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Irschenberg - Irschenberger Radprofis Leif Lampater und Christian Grasmann kämpfen sich beim Sechs-Tage-Rennen in Bremen erkrankt auf Rang drei.

Gratulation von Szene-Größen: Veranstalter Frank Minder (l.) und Sechstage-Legende Patrick Sercu (r.) beglückwünschen Leif Lampater und Christian Grasmann zum dritten Platz beim Sechstage-Rennen in Bremen. Foto: Thorsten Schmidt
Die beiden waren ganz schön kaputt. Christian Grasmann und Leif Lampater vom RSV Irschenberg waren schon kränkelnd beim Sechstage-Rennen in Bremen angereist. Grasmann kämpfte mit einer Erkältung, Lampater hatte Probleme mit den Nebenhöhlen. Doch die Radprofis kämpften sich durch sechs Nächte und holten mit Rang drei eine weitere Top-Platzierung in ihrer Sixdays-Bilanz.
„Während dem Fahren geht’s eigentlich“, erklärt der 27-jährige Lampater mit verschnupfter Nase, „aber danach, wenn die Anspannung nachlässt, wird’s schlimm.“ Aufgrund der Risiken, in angeschlagenem Zustand Leistungssport auf höchstem Niveau zu betrieben, holte der Rosenheimer sogar den Rat vom Bahnarzt in Bremen ein. „Solange kein Fieber dabei ist, ist es okay“, erfuhr Lampater und erhielt ein Doping-unbedenkliches Antibiotikum. Dass beide Fahrer vom PCS-Team des RSV Irschenberg nicht so richtig Luft kriegten, war in der ersten Nacht nicht zu spüren – im Gegenteil. Einmal mehr mischten Grasmann/Lampater die Konkurrenz um Bruno Risi, Franco Marvulli und Robert Bartko auf, übernahmen sogar die Gesamtführung.
Nicht top-fit zu sein, machte sich aber in den nächsten Nächten bemerkbar, die übrigens von den Folgen eines durchlässigen Dachs der Bremen-Arena geprägt waren – Regenpausen der anderen Art. Marvulli und Risi sowie Iljo Keisse und Robert Bartko setzten sich an die Spitze. Grasmann/Lampater mussten sogar als Vierte in die letzte Nacht gehen. „Nach vorne ging nichts mehr in unserem Zustand. Aber wir wollten die Holländer unbedingt noch einholen“, verrät Lampater. Und das klappte eindrucksvoll. Die Irschenberger mussten zwar wie Leon van Bon und Danny Stam zwei Runden gegen Risi/Marvulli und Keisse/Bartko „schlucken“, doch an Punkten hatten sie den dritten Rang abgesichert.
Jetzt steht erst einmal Regeneration an im Hause Grasmann und Lampater. Dann wollen die Irschenberger Radprofis zum Ende der Sixdays-Saison noch einmal voll angreifen: Am 28. Februar beginnt das Rennen in Berlin, am 4. Februar das in Kopenhagen. Lampater: „Da wollen wir voll aufdrehen.“ sw
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