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Packende Positionskämpfe beim Reichlinger Zugspitz-Skijöring

Packende Positionskämpfe beim Reichlinger Zugspitz-Skijöring

Reichling - Seit drei Jahren waren Reichlings Motorsportler erfolglos bemüht, ein Skijöring-Rennen um den Zugspitzpokal durchzuführen. Immer wieder machte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Doch heuer hat es geklappt. Viele spannende Rennen und eine riesige Besucherkulisse entschädigten für die Ausfälle in den vorherigen Jahren.

Als ein Nachtskijöring war die Veranstaltung des MSC Reichling im ADAC ausgeschieben, die allerdings noch bei Tageslicht beginnen sollte. Doch weil nach gut zwei Wochen Eiseskälte ein Wärmeeinbruch die Bahn in Mitleidenschaft zog, gestaltete sich der Wettbewerb zu einer echten abendlichen Veranstaltung. „Wir mussten den Start etwas hinauszögern, weil es vorher noch zu warm gewesen wäre“, begründete Vorsitzender Reinhold Graf den verspäteten Beginn und hoffte auf kühlere Temperaturen. In unermüdlicher Kleinarbeit hatten sich die Reichlinger erst zwei Tage vorher kurzfristig dazu durchgerungen, den Wettbewerb in einer Nachtveranstaltung durchzuführen.

Das schnelle Handeln machte zwar an den Vorabenden viel Einsatz der Helfer nötig, doch der hat sich gelohnt und brachte den Motorsportlern auch das Lob von Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler. „Unsere fleißigen Motorsportler haben eine super Arbeit geleistet und eine gute Bahn präpariert“, schwärmte die Rathaus-Chefin und eröffnete die Veranstaltung mit gut einer Stunde Verspätung. Die Bahn hielt bis zum letzten Fahrer, und die Teilnehmer waren voller Lob. „Auch die Crosser waren begeistert“, so Reinhold Graf, „selten sind sie auf so einer griffigen Bahn gefahren.“

Für die Motorsportanhänger hat sich das Warten gelohnt. Sie erlebten auf dem Rundkurs bei der Cross-Strecke in den einzelnen Klassen interessante Fahrten und packende Positionskämpfe auf zwei und drei Rädern.

Zum Abschluss wurde noch zum Gedächtnis an den verstorbenen Herbert Dietrich, der einst 24 Jahre lang beim MSC Reichling Vorsitzender und bis zu seinem Ableben mit dem Verein eng verbunden war, unter den eigenen neun Piloten ihm zu Ehren ein Sonderlauf ausgelobt. Sieger wurde nach zwei Vorläufen im Finale nicht etwa einer von der Bahnmaschinen-Klasse, sondern Michael Ronowski/Stefan Ronowski eroberten den Pokal im Seitenwagen.

Weniger erfreulich war für die Gastgeber, dass sich keiner ihrer Piloten mit den Skifahrern hintendran in den einzelnen Klassen durchsetzen konnten. In Steingaden eine Woche vorher noch mit Klassensiegen überzeugt, mussten sich die Gastgeber allenfalls mit Platzierungen in den Medaillenrängen begnügen. In der Klasse 3 schrammten Roman Strobl/Roman Gindhart auf Rang vier an einem Medaillenplatz vorbei. Etwas besser machte es das für den MSC Reichling auftretende Team aus Rottenbuch als Doppelstarter in der Klasse 4, wo es vor den Vereinskollegen Gerhard Sturm/Andreas Sturm den dritten Platz belegte.

In der Klasse 5, wo die Bahnmaschinen unter sich sind, behaupteten Jürgen Geisenberger/Andi Neumeier vom MSC Steingaden Platz zwei vor Reichlings Alexander Karl/Matthias Spanner. In der Gespannklasse 6 b siegten wieder wie in Steingaden Willi Linder/Helmut Settele vom MSC Steingaden. df

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