531.07.09|München|München|1
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München - Das Alkoholverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird ausgeweitet: Ab Samstag darf auch in den U-Bahnzügen sowie in Bussen und Trambahnen kein Alkohol mehr konsumiert werden.
Bislang galt das Verbot lediglich in den Bahnhöfen. In der S-Bahn darf dagegen weiter getrunken werden.
Im Februar hatte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ein Alkoholverbot für U-Bahnhöfe erlassen. Ausgangspunkt war eine Studie mit dem Thema „Subjektive Sicherheit in der Münchner U-Bahn“, nach der sich viele Fahrgäste durch alkoholisierte oder Alkohol konsumierende Fahrgäste verunsichert fühlen. Das Verbot war allerdings nicht unumstritten: Denn etliche Kritiker im Stadtrat – beispielsweise von Grünen und FDP – betonten, dass natürlich gerade in trunkenem Zustand die öffentlichen Verkehrsmittel dem Auto vorgezogen werden sollten.
Dennoch wird das Verbot nun ausgeweitet, schließlich hätten es in einer weiteren Befragung 83 Prozent als gut oder sehr gut bezeichnet, so die MVG. Allerdings gibt es beim Unternehmen keine statistischen Daten darüber, wieviele Personen seit Februar des Hauses verwiesen wurden, weil sie gegen das Verbot verstoßen haben.
Die Kontrolle erfolge – wie angekündigt – mit Augenmaß, sagte MVG-Sprecher Christian Miehling: „Im Vordergrund stehen dabei Personen, die unsere Anlagen und Fahrzeuge nicht zur Beförderung nutzen, sondern schlichtweg mit Kneipen verwechseln.“ In der Regel spreche die U-Bahnwache einen Trinker an und bitte ihn, die Hausordnung einzuhalten. Die meisten zeigten sich einsichtig. Die anderen würden nach Feststellung der Personalien des Hauses verwiesen. „Größere Auseinandersetzungen mit Fahrgästen zum Thema Alkohol hat es seit Einführung des Alkohol-Konsumverbots in den U-Bahnanlagen nicht gegeben“, sagte Miehling.
Anders als bei U-Bahn, Tram und Bus will die S-Bahn das Trinken von Alkohol weiterhin erlauben. „Mir sind aktuell keine Planungen für ein Verbot bekannt“, sagte Bahn-Sprecherin Bianca Piechaczek. Kein Wunder: Die S-Bahn hatte im Frühjahr sogar einen Versuch gestartet, in ihren Zügen Alkohol zu verkaufen. Das Modellprojekt in den Flughafenlinien mit einem mobilen Verkäufer, der auch Bier im Angebot hatte, ist inzwischen jedoch noch vor Ablauf der eigentlichen Testphase eingestellt worden. Der Caterer hatte darum gebeten, weil kaum Nachfrage bestanden habe. Nicht einmal nach Bier.
mik
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