München - Der Bildungsstreik spitzt sich zu. Die Leitung der LMU setzt den Audimax-Besetzern ein Ultimatum. Bis Freitagmittag will Präsident Huber wissen, ob die Besetzer sein Friedensangebot annehmen.

© Haag
Zur Stunde ziehen bis zu 2000 demonstrierende Studenten durch das Münchner Univiertel.
Fast 2000 Studenten und Schüler zogen gestern in einem Protestzug durch das Univiertel, streckenweise von einem Hupkonzert genervter Autofahrer begleitet. Ihre Forderungen sind auch nach drei Wochen Audimax-Besetzung die gleichen: Studiengebühren abschaffen, den Bachelor reformieren und mehr Mitbestimmung. Mittlerweile hat sich die Unileitung bewegt und den Besetzern, wie berichtet, am Dienstag ein Friedensangebot unterbreitet.
Seit Donnerstag ist daran ein Ultimatum geknüpft. Bis heute um 12 Uhr mittags will LMU-Präsident Bernd Huber wissen, ob sein Angebot angenommen – und dann auch das Audimax „sofortig und dauerhaft“ geräumt wird, wie LMU-Sprecherin Luise Dirscherl es ausdrückte.
Was passiert, wenn die Besetzer das Ultimatum ausschlagen, konnte Dirscherl gestern nicht sagen. Eine Zwangsräumung, wie zuvor in Dortmund oder Frankfurt, sei im Moment „kein Thema“. Einer Einigung könnten die gegensätzlichen Auffassungen über das weitere Vorgehen im Weg stehen. Ein Besetzer-Sprecher sagte, die Studenten sähen die Vorschläge als Verhandlungsgrundlage. Vor allem störe sie, dass an viele Punkte keine Fristen geknüpft sind. „Von unserer Seite aus“, sagte Dirscherl, „ist das Angebot nicht verhandelbar.“ Es sei für die Uni schon so nicht leicht zu stemmen.
Kolja Kröger
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