119.07.10|München|München|5
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München - War es Mord? Totschlag? Körperverletzung? Der Prozess um den Tod von Dominik Brunner bleibt spannend – erst recht nach der Enthüllung der Todesursache Herztod.

© dpa
Am Dienstag Nachmittag ist vor dem Landgericht München I der S-Bahn-Fahrer als Zeuge geladen
Sicher aber ist auch: Die Angeklagten Markus S. (19) und Sebastian L. (18) haben ihn zuvor geschlagen und getreten, das geben sie selbst zu.
Am Dienstag sagen weitere Zeugen aus – etwa der Lokführer der S-Bahn. Ihm hat Brunner laut Anklage nach dem Ausstieg zugerufen: „Jetzt gibt’s hier hinten Ärger.“ Der S-Bahnfahrer hatte in der ersten Vernehmung Brunner als „aggressiv“ beschrieben, die Jugendlichen aber als ruhig.
Am Mittwoch stehen weitere Zeugen auf dem Programm – Ersthelfer, Sanitäter und Notarzt. Kommende Woche Montag sprechen Betreuer des Stadtjugendamtes über die Angeklagten. Am Dienstag könnte sich der Vater des Opfers, Oskar Brunner äußern. Das LKA stellt die Aufnahme von Brunners Handy-Anruf bei der Polizei während der Tat vor. Dann bekommen die vier Gutachter das Wort für ihre Erkenntnisse . Der Zeitplan sieht für Donnerstag kommender Woche die Plädoyers und das Urteil vor.
Die Staatsanwaltschaft verteidigt ihr Vorgehen erneut. „Die Todesursache steht zwar nicht in der siebenseitigen Zusammenfassung, aber in der 90-seitigen Anklage“, sagt Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger. Und die Schrift habe bei der Haftprüfung durchs Oberlandesgericht und der Zulassung durch das Landgericht standgehalten. Die rechtliche Bewertung bleibe unverändert, die Anklage lautet: Mord.
HEI, DAC
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