München - In einem Interview mit dem Münchner Merkur kritisiert Dieter Hildebrandt, wie die Politik mit der Nockherberg-Predigt von Michael Lerchenberg umgeht.

© dpa
Dieter Hildebrandt
Dennoch hält Hildebrandt, der Altmeister des deutschen Kabaretts, den KZ-Vergleich aus der Rede für unangebracht.
Für heuchlerisch halte er die Empörung über die Predigt, so Hildebrandt. Kurz nach der Predigt hätten die befragten Politiker erzählt, "sie hätten Respekt vor den Ausführungen des Vortragenden. Und jetzt widersprechen sie sich. Offensichtlich sind sie dann umgefallen und fanden das plötzlich auch furchtbar."
Die Starkbierprobe auf dem Nockherberg selbst interessiere ihn aber grundsätzlich "weniger." "Für mich ist das ein Narrenspektakel, das mit Genehmigung der Politik stattfindet."
Dass der bayerische Rundfunk bei der Wiederholung am heutigen Freitag die kritischen Passage herausschneiden möchte, halte er für den falschen Weg. "Man hätte diese Passage doch drinlassen und anschließend eine Talkshow veranstalten können, in der man das Ganze noch einmal aufdröselt."
mm
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