München - Monatelang hat die Staatsanwaltschaft die tatsächliche Todesursache im Fall Brunner verschwiegen. Er starb an Herzversagen. Das schmälert jedoch nicht seinen Mut. Dazu ein Kommentar von Georg Anastasiadis:

Die Münchner Staatsanwaltschaft gibt Rätsel auf. Warum verschwieg sie der Öffentlichkeit monatelang, dass Dominik Brunner an einem Herzfehler litt - und dass er unter den erbarmungslosen Schlägern zweier Amok laufender junger Männer an einem Herzstillstand starb? Glaubten die Strafverfolger, die Tat erschiene weniger verabscheuungswürdig, weniger verurteilenswert, sobald bekannt würde, dass nicht die schiere Wucht der Tritte zum Tode Brunners führte, sondern der durch die furchtbaren Schläge beim Opfer ausgelöste Schockzustand? Fürchteten sie, die auf „Mord“ lautende Anklage laufe dann frühzeitig ins Leere?
Georg Anastasiadis ist der stellvertretende Chefredakteur des Münchner Merkur.
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