München - Das heutige Gelöbnis auf dem Münchner Marienplatz sorgt für Wirbel. Die CSU übt heftige Kritik an der Gewerkschaft Verdi, die ein Bündnis von Gelöbnis-Gegnern unterstützt, das zur Störung der Feierlichkeiten aufgerufen hat.

© dpa
Die Gewerkschaft Verdi unterstützt ein Bündnis von Gelöbnis-Gegnern, das zur Störung der Feierlichkeiten auf dem Münchner Marienplatz aufgerufen hat. (Archivbild vom Gelöbnis vor dem Berliner Reichstag vom 20. Juli 2009).
Der Verdi-Bezirk München wandte sich unterdessen in einem Brief an alle Münchner Stadträte. Darin fordert die Gewerkschaft die Ratsmitglieder auf, „künftig alle ihre Mittel auszuschöpfen, um die Durchführung von öffentlichen Gelöbnissen in München zu verhindern“. Sie dienten dem Zweck, die Bevölkerung an den Einsatz militärischer Mittel zu gewöhnen.
Josef Schmid , Fraktionschef der CSU im Stadtrat, griff die Gewerkschaft scharf an: „Offensichtlich entwickelt sich Verdi München zur Speerspitze der Linkspartei, die mit ihren populistisch-pazifistischen Vorstellungen bereits den Boden des Grundgesetzes verlassen hat.“
Auch der SPD -Fraktionschef im Landtag, Franz Maget , sprach sich für das Gelöbnis aus: „Die Bundeswehr ist nicht mir der Wehrmacht vergleichbar.“ Man solle aber bei der Auswahl der Orte „historische Missverständnisse vermeiden“. Deshalb sei es richtig, dass OB Ude ein Gelöbnis am Odeonsplatz verhindert habe.
mik
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