2025.02.10|München|München|42
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München - Nach der Störung im S-Bahn-Stellwerk am Münchner Ostbahnhof kommt es auch am Donnerstag weiter zu Verzögerungen auf der Stammstrecke. Bei merkur-online lassen Fahrgäste ihre Wut über die S-Bahn raus.

© dpa
Ein zweiter Ausfall der Stellwerkstechnik verursacht in München Chaos im S-Bahnverkehr.
Zwar ist die Stellwerkstörung der S-Bahn inzwischen behoben, dennoch kommt es auch am Donnerstag weiter zu Verzögerungen und vereinzelten Zugausfällen auf der Stammstrecke. Zudem entfallen die Taktverstärker der Linie S 2 und S 3.
Die S1 Richtung Freising/Flughafen fährt inzwischen wieder planmäßig und hält an allen Stationen.
Am Donnerstagmorgen konnten die S-Bahnen zunächst nur eingeschränkt den Betrieb aufnehmen. Zwischen 6 und 7 Uhr konnten mit Ausnahme der Linie S 1 alle Linien auf ihrem gesamten Laufweg verkehren.
Die S-Bahn München hatte nach der großen technischen Panne am Mittwoch Vormittag zunächst Entwarnung gegeben, und der Fahrplan begann sich gerade zu normalisieren, als gegen 18 Uhr im Stellwerk am Ostbahnhof eine erneute Störung auftrat.
Ein defekter Computer im Stellwerkzentrum hat die Stammstrecke am Mittwoch über Stunden fast komplett lahmgelegt. Tausende Münchner, darunter viele Schüler, mussten sich über die Mittagsstunden in die wenigen eingesetzten Pendelzüge quetschen oder auf Busse, U- und Trambahnen ausweichen. Doch auch abends, als viele Pendler von der Arbeit heim wollten, waren die Auswirkungen noch spürbar.
Ein Rechnerabsturz am Ostbahnhof führte um 10.30 Uhr zum folgenschweren Stellwerksausfall auf der Stammstrecke und damit zum totalen S-Bahn-Chaos. Der defekte Rechner steuert zwölf Signale und vier Weichen mit täglich 20 000 Stellvorgängen im östlichen Teil der S-Bahn-Stammstrecke. Ein zweiter Rechner, der für solche Ausfälle bereit steht, ließ sich gar nicht erst hochfahren. Die Folge waren zahlreiche Zugausfälle und massive Verspätungen. Zwischen dem Ostbahnhof und Laim verkehrten nur Pendelzüge.
Erst nach mehreren Versuchen konnte der defekte Rechner von Technikern der Herstellerfirma gegen 15 Uhr wieder hochgefahren und die S-Bahnen nach und nach wieder auf die Stammstrecke geleitet werden. Die Verspätungen zogen sich aber noch bis in den Berufsverkehr hinein. Auch die sogenannten Verstärker-S-Bahnen im nachmittäglichen und abendlichen Berufsverkehr mussten entfallen. „Wir bedauern dies sehr und entschuldigen uns bei den Fahrgästen“, so ein Sprecher der Bahn.
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