München - Das derzeit geltende Bußgeld von 40 Euro für Schwarzfahrer im öffentlichen Nahverkehr hat nicht genügend abschreckende Wirkung – dieser Meinung ist der Münchner Verkehrsverbund (MVV).
Wie das Unternehmen am Mittwoch bestätigte, unterstützt es die Forderung des Bundesverbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), das Bußgeld auf 60 Euro und bei Wiederholungstaten auf 120 Euro zu erhöhen.
Der VDV hatte am Mittwoch eine gemeinsame Initiative der Politik in Bund und Ländern gegen das Schwarzfahren gefordert. Die Höchstgrenze der Strafe können die Unternehmen nicht von sich aus festlegen. Eine Änderung der Verordnungen müssten Bundesregierung und Länder bestimmen. Anschließend muss der Bundesrat sie absegnen. VDV-Vertreter machten deutlich, dass die Bereitschaft dazu in der Politik bislang „eher gering“ sei – über die Gründe könne nur spekuliert werden.
Wie der VDV mitteilte, verständigten sich notorische Schwarzfahrer inzwischen sogar über „Facebook“ minutenaktuell über die Einsatzorte von Kontrolleuren. Zuletzt wurde das „erhöhte Beförderungsentgeld“ am 1. Januar 2003 von 30 auf 40 Euro angehoben.
Johannes Löhr
Rubriklistenbild: © dpaBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



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