München - Am Freitag treten die Fahrer von U-Bahn, Tram und Bussen erneut in den Ausstand. Der Warnstreik soll 24 Stunden dauern.

© Marcus Schlaf
Am Freitag wird es an den Taxi-Ständen wieder lange Schlangen geben.
Am Dienstag bestätigte die Gewerkschaft Verdi einen Termin, über den der "Münchner Merkur" bereits vor einer Woche berichtet hatte. Demnach treten die Beschäftigten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) diesen Freitag in Streik. Bereits am 3. Februar hatten streikende Fahrer den öffentlichen Nahverkehr in elf bayerischen Städten teilweise komplett lahmgelegt. In München dauerten die Arbeitsniederlegungen lediglich zwölf Stunden. Diesmal aber plant die Gewerkschaft auch in der Landeshauptstadt einen Ausstand für 24 Stunden.
Mit diesem zweiten Warnstreik wollen die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber noch einmal erhöhen. Der Termin liegt unmittelbar vor der nächsten Verhandlungsrunde, die für Montag und Dienstag, 2. und 3. März, geplant ist.
Die MVG hat angekündigt, dass alle U-Bahnen und Straßenbahnen in den Betriebshöfen bleiben werden, dazu die von ihr betriebenen Busse. Zum Einsatz kämen erneut die rund 200 Busse der privaten MVG-Kooperationspartner. Sie bedienen – wie bereits während des Warnstreiks am 3. Februar – ein Bus-Notnetz. Es besteht aus knapp 50 Linien, das laut MVG "allenfalls eine rudimentäre Grundversorgung" darstellt: Es umfasst lediglich 10 Prozent des üblichen Angebots.
Ein störungsfreier Betrieb mit regelmäßiger Taktfolge kann laut MVG jedoch nicht gewährleistet werden: "Aller Erfahrung nach werden die Busse des Notnetzes während des Berufsverkehrs durch den verstärkten Autoverkehr behindert und daher verspätet sein", heißt es in einer Pressemitteilung. In den Fahrzeugen selbst dürfte es "ebenfalls eng werden". Zudem stehen die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen am Streiktag nicht zur Verfügung.
mik/tba
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