München - Zwölf Stunden Dauerbeschallung am Tag machen die Untergiesinger rebellisch: Der Veranstalter des Public Viewing am Candidplatz muss seine Zeltwände schließen.

Muss leiser werden: Das Public Viewing am Candidplatz. rk
Am Candidplatz steht ein Zelt, in dem seit dem 11. Juni alle WM-Spiele übertragen werden. Vielen Anwohnern geht der Public-Viewing-Trubel aber zu weit. Genervt von Lärm und „Wildbieslern“ schrieben einige Beschwerdebriefe oder machten ihrem Ärger im Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching Luft. Inzwischen hat das Kreisverwaltungsreferat (KVR) dem Veranstalter die gelbe Karte gezeigt. Der Mann sei kooperativ und bemüht, die Situation zu verbessern, so ein Sprecher der städtischen Behörde.
Christa Knappik (SPD) verwies auf einen BA-Beschluss aus dem Jahr 2009. Damals hatte sich das Gremium einstimmig für eine Nutzung des Candidplatzes als Veranstaltungsgelände ausgesprochen. Klar sei aber auch, dass sich die Organisatoren an die Auflagen halten müssten.
„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Christopher Habl vom KVR. Der Wirt habe zugesagt, die Zeltwände zu schließen und die Lautsprecher anders auszurichten. Zudem gebe es künftig Lärmmessungen und einen Ansprechpartner für Anwohner.
Brigitta Wenninger
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