München - Für die Münchner S-Bahn war es ein Wochenende der Superlative - obwohl im Münchner Westen Stillstand herrschte. Der DB-Regionalbereichsleiter verspricht: "Jetzt wird alles besser!"
Nahezu pannenfrei verliefen dagegen die Inbetriebnahme des Stellwerks sowie der Schienenersatzverkehr: Allein am Samstag – dem Tag mit dem größten Verkehrsaufkommen an diesem verlängerten Wochenende – transportierten 180 Ersatzbusse auf 1550 Fahrten 60 000 Passagiere. „Das Gesamtkonzept ist aufgegangen. Wir haben von Reisenden-Lenkern wie Fahrgästen positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Frank Hole, der für die Koordination des Schienenersatzverkehrs zuständig ist. Sogar Räder konnten transportiert werden – obwohl die Bahn zuvor angekündigt hatte, dass das nicht möglich sei. Um Konflikte zu vermeiden, hatte die Bahn vorsorglich vier Lkw in petto, die jene Drahtesel beförderten, die in die Busse nicht mehr reinpassten.
Hilfsbereit und kompetent waren auch die Reisenden-Lenker: „Wenn Sie oben eine Hundertachzig-Grad Drehung machen, stehen sie schon vor dem Eden-Hotel“, erklärte eine junge Dame am Hauptbahnhof in fließendem Englisch. Mit Brille auf der Nase und orangener Bauarbeiter-Weste wirkte sie wie eine Literaturstudentin, die sich fachfremd etwas dazuverdienen will. Der Eindruck täuschte nicht: „Wir haben das Personal bei einer Agentur eingekauft, und darunter sind viele Studenten. Davon profitieren wir, weil sie mehrsprachig sind und auch den Touristen weiterhelfen können“, sagte Koordinator Frank Hole. Dass die erteilten Auskünfte auch den Weg zum Hotel umfassten, war zwar nicht beabsichtigt, aber kam an: „Die Touristeninformation in Deutschland ist sehr gut“, erklärte das spanische Ehepaar – und machte sich auf zum Eden-Hotel.
Von Bettina Stuhlweissenburg
Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)
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