219.04.10|München|München|
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München - So glaubwürdig wie die Propaganda der Kommunistischen Partei in China sei eine Umfrage zu Olympia 2018, sagen die bayerischen Grünen. Ihr zufolge stehen 71 Prozent der Oberbayern hinter der Bewerbung.
Nach den jüngst publizierten Ergebnissen einer Olympia-Umfrage in Oberbayern haben die Grünen Zweifel an der Seriosität der Erhebung angemeldet. Die Zahlen seien „ungefähr so glaubwürdig wie die Propaganda der Kommunistischen Partei in China“, wetterte Bayerns Grünen-Chef Dieter Janecek. Die GfK Konsumforschung, die in München eine Zustimmung zu den Spielen von 69,6 Prozent ermittelt hatte, sei ein Ausstatter der Bewerbungsgesellschaft 2018. Die ermittelten Werte seien „Auftragszahlen“, ätzte Janecek.
Wie berichtet, stehen laut GfK-Untersuchung 71 Prozent der Oberbayern hinter der Bewerbung. Nur 6,7 Prozent sind skeptisch, der Rest unentschlossen. In Garmisch-Partenkirchen wurde eine Zustimmung von 64,8 Prozent ermittelt, 20 Prozent der 600 Befragten lehnten die Spiele ab.
Auch in Sachen Geld, so kritisieren die Grünen, fehle es an Klarheit. „Es gibt kein transparentes Finanzbudget“, sagte Janecek. Noch immer liege keine klare Aufschlüsselung der Kosten vor. Selbst im zuletzt beim IOC eingereichten „Mini Bid Book“ sei weder ein Infrastruktur- noch ein sauberer Organisationsetat ausgewiesen.
Klar aber ist, dass München bei Verlusten im Organisationsetat , der zuletzt auf knapp 1,2 Milliarden Euro beziffert wurde, mitzahlen müsste. Janecek sprach von „einem ungedeckten Scheck“ für die Bewerbungsgesellschaft. Auch der Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann (Grüne) geht davon aus, dass die Stadt wird zahlen müssen. „Das Budget reicht in der Regel nicht aus.“ Bei der Stadt weist man dies zurück. „Bei den bisher uns zugänglichen Informationen sind bei den letzten Winterspielen keine nennenswerten Defizite aufgetreten“, sagt Jörg Weber, Chef der Stabstelle 2018.
Die Kosten der Infrastruktur waren zuletzt auf weitere 1,6 bis 2,3 Milliarden Euro taxiert worden. Genauere Zahlen liegen nicht vor. Diese sollen laut Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) nach der Zulassung Münchens als Kandidatenstadt, die im Juli erfolgen soll, dargestellt werden.
Matthias Kristlbauer
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