München - Der rechtsextreme Stadtrat Karl Richter muss 2800 Euro Strafe zahlen, weil er bei seiner Vereidigung im Rathaus einen Hitlergruß gezeigt hat.

Eklat: Bei seiner Vereidigung hob Richter (ganz rechts) seine Hand schräg zum Schwur – für Viele ein klarer Hitlergruß. haag
Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht München akzeptierte Richter den Schuldspruch. Allerdings erreichte sein Verteidiger Sewarion Kirkitadse, dass die gegen Richter verhängte Geldstrafe halbiert wurde. Der Grund: Richter ist knapp bei Kasse.
Richter, der für die „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ im Stadtrat sitzt, hatte in der ersten Sitzung des neugewählten Gremiums einen Eklat ausgelöst, weil er bei seiner Vereidigung die rechte Hand schräg nach vorne gestreckt hielt. Mitglieder der CSU-Fraktion erkannten darin einen Hitlergruß und erstatteten Anzeige. In erster Instanz hatte Richter die Tat bestritten – und eine Geldstrafe von 5600 Euro aufgebrummt bekommen.
Richter Thomas Denz laß dem Angeklagten aber die Leviten: Er könne von Glück reden – auch eine Freiheitsstrafe hätte ihm blühen können. Und: „Wenn Sie wieder auffällig werden, landen Sie wieder bei mir. Dann zeige ich Ihnen, wo der Barthel den Most holt.“ Eine Amtsenthebung Richters wäre laut Staatsanwalt jedoch erst ab einer einjährigen Freiheitsstrafe möglich.
mm
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