München - Der Hygiene-Skandal beim Großbäcker Müller-Brot war am Donnerstag auch bei den Kunden in der Münchner Innenstadt ein Thema. Wir fassen die Reaktionen zusammen:
„Eine gewisse Portion Dreck verträgt jeder Mensch“, sagt Monika Knauer-Ziebs (47) gelassen. Die dreifache Mutter hat sich gerade eine Butterbreze bei Müller-Brot in den Stachuspassagen gekauft. Ganz so locker sieht sie die Angelegenheit dann aber doch nicht. Knauer-Ziebs ist überzeugt, dass es neben Müller noch viele andere Lebensmittelketten gibt, die es mit der Hygiene nicht so genau nehmen. „Aber wenn man zu viel darüber nachdenkt, kann man irgendwann überhaupt nichts mehr essen“, sagt die 47-Jährige – und beißt dann demonstrativ in ihre Breze.
Andreas Pauli (23) hingegen hat sich nur aus einem einzigen Grund heute in den Müller- Brot-Laden gewagt: Er nimmt an, dass das Gebäck von anderen Bäckereien stammt, die Müller-Brot heute beliefert haben. So stehe es schließlich in der Zeitung, sagt der 23-Jährige mit einem Donut in der Hand. In Zukunft wird er jedoch nicht mehr bei Müller-Brot einkaufen. „Ich glaube, so eine große Firma würde alles tun, um die Produktion schnell wieder aufzunehmen“, sagt er – misstrauisch gegenüber dem Großkonzern.
Natalie Simon und Laura Heiss
Rubriklistenbild: © dpaBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



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