München - Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat in den vergangenen Monaten eine starke Häufung von Internet-Betrügereien mit gefälschten Reiseschecks festgestellt. Dabei werden gutgläubigen Bürgern über verschiedene Internetforen scheinbar lukrative Angebote gemacht.

Einer der gefälschten American-Express-Reiseschecks : Die drei Markierungen zeigen die Sicherheitsmerkmale, die bei diesem Schein nur aufgedruckt sind. Foto: Polizei
Per E-Mail werden die Opfer aufgefordert, Fotos von sich zu übersenden, angeblich für Werbekampagnen oder Ähnliches.
Geht der Betroffene auf dieses Angebot ein, bekommt er auf dem Postweg meist mehrere American-Express-Reiseschecks zugeschickt. Diese haben einen aufgedruckten Nominalwert von je 500 Euro. Es handelt sich dabei jedoch um Totalfälschungen.
Der Empfänger erhält zusätzlich die Anweisung, die Reiseschecks bei einer Bank einzutauschen und einen Teilbetrag über das Geldinstitut „Western Union“ an den Absender zurückzuüberweisen – angeblich um die Kampagne voranzutreiben oder aus anderen vorgeschobenen Gründen. Den Restbetrag, meist 20 Prozent des Scheckwerts, darf die Person als Entlohnung behalten.
Das LKA warnt vor derart dubiosen Angeboten im Internet. „Man sollte niemals persönliche Daten oder Fotos an E-Mail-Adressen senden, die man nicht kennt“, so ein Sprecher des LKA. Auch sind Reiseschecks leicht auf Echtheit zu prüfen: Ein metallischer Sicherheitsfaden mit der Inschrift des ausstellenden Instituts ist im Reisescheck eingebettet. Er kann deutlich von beiden Seiten gesehen werden, wenn er gegen das Licht gehalten wird. Auch kann dann ein Wasserzeichen von beiden Seiten erkannt werden. Zudem ist ein Hologramm eingearbeitet, das wechselnde Bilder von Währung, Stückelung und Logos zeigt, wenn es gekippt wird.
Sven Rieber
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