München - Drei Tage ist Elefantenkalb Jamuna Toni alt – und schon der neue Star im Tierpark Hellabrunn. Zoodirektor, Pfleger und OB Christian Ude zeigten sich kurz vor Weihnachten hingerissen von dem temperamentvollen Dickhäuter.

© Klaus Haag
Drei Tage ist Elefantenkalb Jamuna Toni alt – und schon der neue Star im Tierpark Hellabrunn.
Elefantenrunden kennt Christian Ude sonst auch nur aus dem Fernsehen, vom Wahlabend. Am Mittwoch aber findet sich der Münchner OB plötzlich selbst in einer wieder. Im Elefantenhaus von Hellabrunn sitzen fünf Pfleger im Kreis um Dickhäuterbaby Jamuna Toni herum im Stroh. Ude und seine Frau betreten die Runde – und schon stürmt der drei Tage alte Elefant Rüssel nach oben gereckt auf den Rathauschef zu und lässt sich von ihm tätscheln. „Wunderbar streichelzart“, schwärmt Ude, während der Mini-Elefant immer wieder erstaunlich laut brüllt und trompetet.
Interessiert stolpert Jamuna reihum von Pfleger zu Pfleger, lässt sich kraulen und streicheln. Mutter Panang ist derweil im Außengehege. Die 20 Jahre alte Elefantenkuh muss sich an ihr erstes Junges erst gewöhnen. „Sie ist eine gute Mutter“, sagt Andi Fries, Revierleiter im Warmhaus. „Nur 10 Minuten am Tag nicht. Dann ist sie überfordert.“ Schon jetzt sei klar: Jamuna ist ein sturer kleiner Elefant. „Wenn etwas nicht so geht, wie sie will, brüllt sie so lange, bis es geht“, sagt Fries.
Die Geburt des ersten Elefantenbabys seit 66 Jahren in Hellabrunn sei ein „Jahrhundertereignis“, sagt Ude. Und fügt lachend hinzu: „Sowas passiert nicht alle Rüssel lang.“ Auch Tierpark-Chef Andreas Knieriem ist sichtlich angetan. Jamuna sei eine „schlanke junge Dame“. Auf ihr Geburtsgewicht von 112 Kilo habe sie aber schon einige Pfund draufgelegt. „Sie wird zügig größer. Da kommt jeden Tag ein Kilo dazu.“ Vom Heiligen Abend an können auch Besucher Jamuna beim Wachsen zusehen.
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