228.04.10|München|München|
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München - Django Asül ist so etwas wie der Hofnarr der CSU: Am Donnerstag derbleckt er beim Maibock-Anstich. Das Spektakel läuft im Fernsehen – und wird zur so Konkurrenz für den Nockherberg.

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Tendenz steigend: Django Asül
Er ist Kicker-Fußballreporter, seit Neuestem auch Kolumnist für die Online-Ausgabe des Magazins Stern: Django Asül ist gefragt wie nie. Beim Maibock-Anstich derbleckt er die Partei-Granden der CSU. Dem Münchner Merkur erzählte er, dass Georg Fahrenschon, Finanzminister und Hausherr der Maibock-Veranstaltung, ihn bereits im Herbst für drei weitere Jahre gebucht hat.
„Der Finanzminister sagt, er freut sich, dass er sich für die nächsten Jahre keine Sorge um einen Redner zu machen braucht“, meint Asül zufrieden. „Die setzen auf Kontinuität – im Gegensatz zu anderen, ähnlich gelagerten Veranstaltungen.“
Damit spielt er natürlich auf die Paulaner-Brauerei an, die zuletzt ihren Fastenprediger Michael Lerchenberg hat ziehen lassen, weil dieser auf dem Nockherberg eine sehr scharfe und in Teilen unglückliche Rede gehalten hatte.
Asül ist stolz darauf, dass er sich auch in einer von einem CSU-Minister bezahlten Veranstaltung nicht verbiegen muss. „Ich schone ganz sicher keinen.“ Mehr will er zum Thema Nockherberg nicht sagen, nur, dass er selbst eben seine Linie durchziehe, was wohl gut ankomme. „Ich trage die Verantwortung dafür, dass jeder eine Gaudi hat.“
Und die Themen? „Mei. Da sind die für die CSU nicht ganz gelungene Bundestagswahl, der sehr angenehme Dialog mit dem Koalitionspartner FDP in Land und Bund, der kollegiale Austausch zwischen der CSU in München und Berlin – und natürlich immer noch das Landesbank-Desaster. Für mich als gelernten Sparkassler ist das natürlich ein gefundenes Fressen.“
An Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der nach dem Vulkan-Ausbruch auf Island und dem darauf folgenden Luftverkehrschaos „als Ramses aus der Asche ungewollt an die Spitze der deutschen Politik geschossen ist“, komme man natürlich auch nicht vorbei. Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche bleibe freilich außen vor, das sei kein politisches Thema.
Johannes Löhr
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