München - Ist die Dauerparty am Gärtnerplatz bald vorbei? Die CSU im Münchner Stadtrat fordert eine Satzung für die Kneipen-Gegend. Die Politiker wollen die Situation in den Griff kriegen.
Ständig eröffnen im Glockenbachviertel neue Kneipen, und sobald die ersten Sonnenstrahlen fallen, strömen hunderte junger Menschen zum Picknick auf den Gärtnerplatz. Das Viertel hat sich in den letzten Jahren zu einem der lebendigsten Quartiere der Stadt entwickelt. Doch vielen Anwohnern und Bezirkspolitikern wird es langsam zu viel: Sie klagen über Lärm und Müll des Party-Volks (wir berichteten).
Nun soll sich nach Meinung der CSU auch der Stadtrat des Themas annehmen. In einem Antrag fordern die Christsozialen, dass die Stadtpolitiker umfangreich über die Veränderungen im Viertel informiert werden und sich dann gemeinsam über Lösungsvorschläge beraten.
So solle dem Stadtrat über Veränderungen der Bevölkerungsstruktur, des schwul-lesbischen Lebens oder der Gastättenanzahl berichtet werden.
Insbesondere fordert die Rathaus-CSU die Prüfung, ob für den Gärtnerplatz eine Satzung erlassen werden soll, wie es sie etwa in der Fußgängerzone gibt. „Ich bin kein Freund der Überregulierung“, sagt Quaas. „Aber wir brauchen eine sichere Rechtsgrundlage.“ So könne mit einer Satzung die Polizei etwa Platzverbote aussprechen, wenn nachts zu laut gefeiert wird, oder Leute abmahnen, die ihren Müll mal wieder am Gärtnerplatz zurücklassen.
„Das soll aber nicht heißen, dass man sich am Gärtnerplatz gar nicht mehr hinsetzen kann“, beschwichtigt Quaas. Es sei verständlich, wenn man dort mal eine Flasche Wein trinken möchte. Aber es dürfe nicht alltäglich bis in die tiefe Nacht gefeiert werden.
Konkrete Vorschläge für die Satzung solle das Kreisverwaltungsreferat zusammen mit der Polizei erarbeiten.
Dennis M. Yücel
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