München - Die Audimax-Besetzer haben das Friedensangebot der Hochschulleitung nicht angenommen: Sie bleiben im Hörsaal, erklärten sich jedoch bereit, einzelne Vorlesungen stattfinden zu lassen. Uni-Präsident Bernd Huber reicht das nicht. Er denkt nun über eine Räumung nach.

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Die protestierenden Studenten geben das seit drei Wochen besetzte Auditorium Maximum der Münchner Ludwig- Maximilians-Universität (LMU) frei (Symbolbild).
„Wir wollen einen Schritt auf die Hochschulleitung zugehen“, erklärt Besetzerin Roxanne Phillips. Uni-Präsident Bernd Huber bezeichnet das Angebot später jedoch als „völlig inakzeptabel“. Er hatte den Studenten vorgeschlagen, unter anderem über die Höhe der Studiengebühren (500 Euro) und gemeinsame Forderungen an die Regierung zu sprechen – wenn sie das Audimax bis Freitag, 12 Uhr, räumten.
Huber bewertet die nun entstandene Situation als „außerordentlich beunruhigend“. Er erinnert an Sachbeschädigungen, spricht gar von einer „steigenden Gewaltbereitschaft“ unter den Besetzern. „Natürlich sind die Zustände auf Dauer nicht tragbar“, sagt er. „Jetzt müssen wir darüber nachdenken, wie wir die Besetzung beenden können.“ In der Räumung des Audimax durch die Polizei sieht er zumindest eine „Option“.
Dabei zeugen die Briefe zwischen Huber und der Studentenschaft durchaus von Gesprächsbereitschaft. Und so hoffen gerade die Besetzer, dass die Unileitung weiter auf Dialog setzt. „Wir wollen auf jeden Fall verhandeln“, sagt Phillips.
Unterdessen bleiben auch an anderen bayerischen Universitäten die großen Säle besetzt. Die Studenten der Würzburger Julius-Maximilians-Universität wollen ihre Proteste auch über Weihnachten fortsetzen. „Wir werden bleiben“, sagt ein Sprecher. „Es räumt niemand freiwillig.“ Ein Würzburger Uni-Sprecher bestätigt: „Es schläft nach wie vor ein harter Kern da.“ Die Hochschulleitung erwäge bisher nicht, das Audimax räumen zu lassen. Vielmehr habe sie an die Studenten appelliert, den Hörsaal wenigstens für Vorlesungen freizugeben – bisher vergebens.
von Thierry Backes
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