München - Die Metzger-Innung hat 36 Münchner Weißwürste geprüft und ist zu einem phänomenalen Ergebnis gekommen. Eine Jury befand, dass das Münchner Traditionsessen Gold wert ist. Lesen Sie hier die Details.

„Hervorragend!“ Wiggerl Hagn, Georg Schlagbauer und Alexander Urban (v.l.n.r.) begutachten kritisch die Weißwürste. Foto: Klaus Haag
Die Weißwurst ist für München zu wichtig, als dass man ihre Qualität dem Zufall überlassen würde. Deshalb unterzog eine zwölfköpfige Jury der Metzger-Innung 36 Würste von Münchner Anbietern einem eingehenden Test auf Aussehen, Konsistenz und Geschmack.
Das Resultat kann sich sehen lassen: 15 Mal Gold, 14 Mal Silber und dreimal Bronze. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis“, sagt Obermeister Georg Schlagbauer. Goldmedaillen erhalten nur Würste mit der Höchstpunktzahl in allen Kategorien. Die Diskussion, wo und wie eine „Original Münchner Weißwurst“ hergestellt werden darf, habe vor sechs Jahren den Anstoß gegeben, jährlich einen Weißwurst-Test zu veranstalten, sagt Schlagbauer.
Fraglich ist, ob es die Weißwurst nicht schon viel früher gab. Vorgänger existierten jedenfalls schon vor 1857: Zum Beispiel die sogenannte Maibockwurst, deren Zutaten denen der Weißwurst sehr ähnlich sind. Immerhin kommt sie auch aus München – anders als die ebenfalls ähnliche französische „Boudin Blanc“. „Als Münchner glaube ich aber natürlich an die Legende“, sagt Schlagbauer und lacht. pfh
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