126.07.10|München|München|4
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Artikel: Nahverkehr: Keine Einigung im Tarifstreit - aber man kommt sich näher
München - Beim Geld sind die Tarifparteien im öffentlichen Nahverkehr sich schon näher verkommen. Trotzdem verliefen die Verhandlungen am Montag ergebnislos. Im September drohen nun heftige Streiks.
Im Streit um mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr und bessere Arbeitsbedingungen sind die Tarifparteien gestern erneut ergebnislos auseinandergegangen. Beim Lohn kamen sich die Verhandlungspartner sehr nahe, berichteten am Abend der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaften Verdi und dbb Tarifunion.
„Materiell ist jetzt nicht mehr viel drin“, sagte Reinhard Büttner von den Stadtwerken München, der die Verhandlungen für 12 kommunale Nahverkehrsbetriebe führt. Im Laufe des Tages näherten sich beide Parteien auf ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent für zwei Jahre an, sowie auf einmalig 120 Euro. „Beim Lohn kann man zusammenkommen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Riegler.
Nicht bewegt haben sich die Arbeitgeber bei der Arbeitszeit. „Die Fahrer werden oft zwei Mal am Tag zur Arbeit gerufen. Die Belastung kann man nicht mit Geld aufwiegen“, sagte Willi Russ (dbb). Zwei Wochen geben die Gewerkschaften den die Arbeitgebern, ein neues Angebot vorzulegen. Bis dahin, so Riegler, wolle man auf Warnstreiks verzichten. Für den September drohte Russ mit „heftigen“ Streiks.
kkr
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