215.05.09|München|München|
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München - Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen werden am übernächsten Samstag, 23. Mai, Neonazis durch München marschieren.
Die „Freien Nationalisten München“ haben für diesen Tag eine Demonstration durch die Innenstadt angemeldet. Auch eine Gegendemonstration ist schon in Planung.
Weil an diesem Tag auch die Meisterfeier des FC Bayern stattfinden könnte, wird es in der Innenstadt eng. Außerdem machen die Sperrungen für die beiden Demonstrationszüge ein Verkehrschaos wahrscheinlich. Die Polizei rechnet an diesem Tag jedenfalls mit einem Großeinsatz.
Am 23. Mai findet der letzte Spieltag der Bundesliga statt. Sollten die Bayern doch noch die Tabellenspitze erklimmen, feiern die Fans die Meisterschaft traditionell auf dem Marienplatz. Im vergangenen Jahr kamen 30 000 Menschen um die Kicker auf dem Rathausbalkon zu sehen. Zudem werden an diesem Tag zum „Münchner Kindl Lauf“ hunderte Hobbysportler erwartet.
Die rechtsextremistische Demonstration findet unter dem Motto „60 Jahre Grundgesetz – ständiger Abbau von Bürgerrechten – § 130 StGB abschaffen“ statt. Das vermeintlich grundgesetzfreundliche Motiv des Protests richtet sich in Wahrheit gegen den Paragrafen, in dem unter anderem das Leugnen des Holocausts und Volksverhetzung unter Strafe gestellt werden. Neonazis werden besonders häufig wegen solcher Taten verurteilt.
Die Veranstalter rechnen mit rund 200 rechten Demonstranten. Nach einer Auftaktkundgebung um 13.30 Uhr am Goetheplatz ziehen die Rechten über Sonnenstraße und Stachus zum Justizpalast, wo eine weitere Kundgebung geplant ist. Danach geht es über Stiglmaierplatz und Nymphenburger Straße zum Strafjustizzentrum, wo erneut Reden gehalten werden sollen. Dann ziehen die Rechten zurück zum Hauptbahnhof, wo die Demonstration um 18.30 Uhr endet.
Die Gegendemonstranten versammeln sich schon um 11 Uhr am Georg-FreundorferPlatz und ziehen dann über Schwanthaler-, Goehte- und Bayerstraße zur Schützenstraße gegenüber vom Hauptbahnhof. Dort wollen sie dann von 13 bis 18 Uhr gegen den Aufmarsch der Rechten protestieren. Philipp Vetter
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