München - Dass der Bundesbanker Thilo Sarrazin mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab" auch in München auftreten soll, hat sich bislang kaum herumgesprochen - trotzdem formiert sich schon der Protest.

© dpa
Thilo Sarrazin
Grüne und Ausländerbeirat wollen dem Mann die Bühne offenbar nicht allein überlassen, wie die tz berichtet. Die SPD irritiert, dass die Lesung ausgerechnet im Literaturhaus stattfindet. Mit öffentlichen Aktionen gegen die „Hetzveranstaltung“ droht gar die linke Gruppierung Antifa. Wegen Sicherheitsbedenken musste schon eine Lesung morgen in Hildesheim abgesagt werden.
Für den 29. September laden Sarrazins Verlag DVA und das Literaturhaus ein. Dort soll der Bundesbank-Vorstand ab 20 Uhr aus seinem Buch lesen und sich den Fragen Gabor Steingarts stellen, dem Chefredakteur des Handelsblatts.
Das Literaturhaus gehört einer Stiftung, die von Verlagen und der Stadt getragen wird - 375 000 Euro schießt der Steuerzahler jährlich zu. Den Ort der Lesung hält SPD-Stadtrat Klaus-Peter Rupp dann auch für „unglücklich“, will den Abend aber nicht absagen, um ihm nicht noch mehr Bedeutung zu verleihen. Die CSU hat nichts gegen die Lesung. Das Literaturhaus will sich erst heute äußern.
David Costanzo
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