München - Ein Sportartikelhersteller hat am Donnerstag einen riesigen Reklame-Ribéry vor dem Rathaus aufgestellt. Schon nach Stunden musste die Statue wieder verschwinden. Jetzt gibt es Ärger.
Dass Fußballer wie Könige verehrt werden, soll ja öfter vorkommen. Dass einem Ballkünstler aber gleich ein überlebensgroßes Denkmal gesetzt wird - und das auch noch mitten am Marienplatz - das gab es noch nie. Bis gestern. Denn am Donnerstagvormittag ragte plötzlich ein majestätischer Franck Ribéry fast vier Meter hoch vor dem Rathaus empor - und machte so selbst dem „Bürger-King“ Christian Ude Konkurrenz. Die Inschrift des Sockels lautete „Franck Ribéry: König von Bayern 2007 - 2015“. Woher aber kam das Heldendenkmal?
Es ist nicht das erste Mal, dass der Hersteller mit einer nicht-genehmigten Werbeaktion für Aufsehen sorgt. Erst 2007 prangte ein riesiges Plakat an der Theatinerkirche, das die Stadt in dieser Größe zunächst nicht erlaubt hatte. Es zeigte ebenfalls Ribéry - als Bayern-König im Hermelinmantel. Es musste daraufhin verkleinert und tiefergehängt werden. Ob weitere Aktionen dieser Art geplant sind? „Lassen Sie sich überraschen“, lautete die Antwort der Firma.
Johannes Patzig
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