125.07.10|München|München|15
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München - Die Hygiene-Mängel des BRK auf der Wiesn waren wohl noch schlimmer als vermutet. Manche Instrumente sollen fälschlicherweise nicht sterilisiert, sondern nur desinfiziert worden sein.
Auch Gesundheitsreferent Joachim Lorenz (Grüne) erklärte auf Anfrage, es seien diesbezüglich Probleme beim BRK aufgetreten. „Ich habe gehört, dass sie nur desinfiziert haben oder nur dies machen wollten. Ich habe gesagt, dass das nicht ausreicht.“ Auch im Hygieneplan des BRK für die Wiesn 2009 ist die Rede davon, dass Instrumente nur „gegebenenfalls“ zu sterilisieren sind. Doch verfuhr das BRK all die Jahre nach dieser Devise? „Das frage ich mich auch“, sagte Gesundheitsreferent Lorenz.
Die Version des Roten Kreuzes ist eine andere. Wie berichtet, heißt es dort, Probleme bei der Sterilgutaufbereitung basierten im Wesentlichen darauf, dass der „Hochleistungssterilisator“ im falschen Raum der Sanitätsstation stehe. Dennoch sollen künftig nur noch Einwegprodukte auf der Wiesn verwendet werden dürfen. Dies machte das Gesundheitsamt dem BRK zur Auflage. Er bestehe darauf, dass alle Kritikpunkte in den Vertrag mit dem Roten Kreuz aufgenommen würden, sagte Lorenz. Denn in diesem Jahr soll das BRK noch einmal den Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest stellen.
Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden im vergangenen Jahr 3754 Wiesnbesucher auf der Station ärztlich versorgt. Fast 9000 Menschen versorgten die ehrenamtlichen Helfer insgesamt.
Abermals betonte das BRK, die neue ärztliche Leitung der Station habe sich von sich aus an das Gesundheitsreferat gewandt und dieses um eine Begehung der Station gebeten. Offenbar rechnete man dabei aber mit einem lockeren Dialog und nicht damit, dass das Gesundheitsamt eine strenge Kontrolle vornehmen würde.
Matthias Kristlbauer
Rubriklistenbild: © Schlafzurück zur Übersicht: Stadt München

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