München - Bürgerprotest, Polit-Zwist und Finanzprobleme. Seit 2004 streiten sich die Bürger in Sendling und ganz München um den Neubau einer Moschee am Gotzinger Platz. Die Chronologie.

© Marcus Schlaf
Der Gotzinger Platz: Hier sollte die Moschee gebaut werden.
August: Im Bezirksausschuss Sendling werden Pläne des türkisch-islamischen Vereins „Ditim“ zum Ausbau seiner Räume an der Schanzenbachstraße bekannt.
Januar: Ditim stellt einen Vorbescheidsantrag für den Bau einer Moschee. Die Stadt will den Gotzinger Platz als Standort.
16. Juni: Die Sendlinger Bürgerversammlung unter Leitung von OB Christian Ude spricht sich nach hitziger Debatte mit 252 zu 212 Stimmen gegen die Moschee aus.
22. Juni: Der Stadtrat votiert für den Bau der Moschee. Die CSU ist dagegen und fordert einen Bebauungsplan.
26. Juli: Die Stadt erteilt einen positiven Vorbescheid auf den Bauantrag. Die Regierung von Oberbayern fordert ein Bebauungsplanverfahren.
27. Juli: Der Stadtrat beschließt, das Grundstück am Gotzinger Platz an Ditim zu verkaufen.
August/Oktober: Zwei Nachbarn erheben Widerspruch gegen den Vorbescheid.
23. März: Die Jury des Fassadenwettbewerbs spricht sich für den Entwurf des Architekten Walter Höfler aus.
15. November: Der Petitionsausschuss des Landtags fordert ein Bebauungsplanverfahren.
25. April: Der Stadtrat beschließt einstimmig, einen Bebauungsplan zu erstellen.
12. Juli: Mit 371 zu 222 Stimmen lehnt die Sendlinger Bürgerversammlung den Moschee-Bau ab.
Juli: Der Bebauungsplan wird vorgestellt. Flächen und Raumgrößen sind gegenüber der ursprünglichen Planung verkleinert, Minarette und Kuppel bleiben unangetastet. Das Verfahren ist bis heute nicht abgeschlossen.
10. Juli: Die Bürgerversammlung votiert mit 124 zu 92 gegen die Moschee.
August: Ditim kann die Grunderwerbssteuer für das Areal am Gotzinger Platz nicht vollständig zahlen. Massive Zweifel an der Finanzkraft der Bauherren werden laut.
November: In der recht ruhig verlaufenden Bürgerversammlung finden zwei Anträge gegen den Moscheebau keine Mehrheit.
Januar: Dereli gibt ein ehrgeiziges Ziel aus: Der Rohbau soll beginnen, sobald die Baugenehmigung vorliegt.
21. Februar: Das Aus für die Sendlinger Moscheeist endgültig besiegelt.
mm
Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel nicht aktiviert. Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.