München - Der Ausbau der grünen Wellen nimmt Fahrt auf. Ein neues Computer-Programm des Kreisverwaltungsreferats erlaubt es der Stadt, Schwachstellen im Streckenverlauf schneller aufzuspüren und neue grüne Wellen mit größerer Umsicht zu installieren.

Verbesserte grüne Wellen gibt es bereits auf vier Abschnitten des Altstadtrings: Sonnenstraße, Maximiliansplatz, zwischen Isartor und Prinzregentenstraße sowie Blumenstraße. Grafik: MM
Der eigentliche Fortschritt liegt in einem Computer-Programm, das die Mitarbeiter der Verkehrsabteilung in der Kreisverwaltung letztlich selber zimmern mussten, weil sich auf dem Markt nichts Passendes fand. Der Vorteil: Zur Korrektur einer Schaltung muss niemand mehr bei Wind und Wetter zum problematischen Verkehrsknoten fahren. Die Ampeln lassen sich gemütlich vom Büro im Kreisverwaltungsreferat aus korrigieren. Sämtliche 1100 Ampelkreuzungen sind per Standleitung, ganz wenige per Funk, mit dem Stammhaus Ruppertstraße verbunden.
Eine vollkommene Automatisierung, bei der sich der Rechner und durch ihn die Ampel selbst korrigiert, habe sich bisher nicht programmieren lassen. Franz Mitterreiter-Naeve, Verkehrsexperte im KVR: „Sowas hat auch keine andere Stadt.“ Ohnehin könne eine neue Schaltung nicht ohne Kontrolle freigegeben werden, so sein Kollege Christof Warislohner: „Wir machen immer Befahrungen - mindestens fünf Mal.“
Dagegen hat sich am Viktualienmarkt oder auf der Sonnenstraße gezeigt, dass der Verkehr in beiden Richtungen etwa gleich intensiv ist. Allerdings werden die Feinheiten der vielen Planungsvarianten über den Haufen geworfen, wenn sich auch nur ein kleiner Stau einschleicht.
Wo Verkehrsteilnehmer meinen, eine missglückte Schaltung entdeckt zu haben, gibt es einen heißen Draht zum Kreisverwaltungsreferat der Stadt: verkehrsmanagement@muenchen.de.
Eberhard Geiger
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