München - Ein von Datenschützern als rechtswidrig bezeichnetes Diagnose-Programm des Internet-Riesen Google ist von den städtischen Internetseiten weitgehend verschwunden. Das geht aus der Antwort der Stadtspitze auf eine Anfrage von Grünen-Stadtrat Florian Roth hervor.

© dpa
OB Ude
Nun soll OB Ude dafür sorgen, dass auch die letzten städtischen Gesellschaften das Programm „Google Analytics“ von ihren Internetseiten verbannen.
„Der Datenschutz ist auch für die Landeshauptstadt München ein hohes Gut“, konstatiert Roth zufrieden. Aber er legt mit einem Antrag nach: Das Programm, das von Google kostenlos angeboten wird, erlaubt es Betreibern von Internetseiten, detaillierte Angaben darüber zu gewinnen, woher Besucher ihrer Seiten kommen, wie lange sie verweilen und welche Inhalte sie betrachten.
Im April hatten Datenschützer vor der Verwendung von Google Analytics gewarnt. Am 11. Oktober hat der Bayerische Städtetag seine Mitglieder informiert, dass Kommunen, die das Programm weiter nutzen, in Kürze ernsthaften Ärger mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz bekommen würden.
Die Bayerische Staatskanzlei, die Google Analytics bis zum Sommer nutzte, hat das Programm inzwischen von ihren Webseiten entfernt. Auch die Stadtwerke und der Tierpark Hellabrunn, so die Antwort auf die Roth-Anfrage, haben die Software durch ein anderes, Datenschutz-konformes Programm ersetzt.
Derzeit läuft Google Analytics noch unter anderem auf den Business-Seiten der Olympiapark GmbH, sowie auf den Seiten des Deutschen Theaters, der Pasinger Fabrik, der Olympia-Bewerbungsgesellschaft und des Volkstheaters. Peter T. Schmidt
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