München - Die Gegner der Studiengebühren bauten auf seine Unterstützung - jetzt aber stellt sich auch LMU-Präsident Bernd Huber gegen ein Ende der Beiträge. Er hofft auf ein neues Modell.
Eine Abschaffung der Studiengebühren ist mit LMU-Präsident Bernd Huber nicht zu machen. „Das ist vollkommen indiskutabel“, sagte der Präsident der größten bayerischen Uni, der Ludwig-Maximilians-Universität, unserer Zeitung. Gleichzeitig schlägt er vor, der Freistaat solle zum Geld von den Studierenden die gleiche Summe zuschießen. Dieses Modell könne für einen „Interessensausgleich“ sorgen und „Frieden stiften“ zwischen den Parteien – den Gebührengegnern und dem Freistaat.
Die LMU nimmt im Jahr etwa 25 Millionen Euro durch die Gebühren ein. „Wir brauchen dieses Geld dringend. Die Beiträge abzuschaffen, würde massive negative Konsequenzen für die Unis nach sich ziehen“, sagte Huber.
150 Millionen Euro würde es den Freistaat kosten – etwa der Betrag, den der Wissenschaftsrat für ein zukunftsfähiges Wissenschaftssystem in Bayern empfielt. Die Idee, mit der Huber liebäugelt, stamme von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP), sagte dessen Sprecherin. Das Modell werde im Ministerium geprüft. Finanziert werden solle es nach Möglichkeit mit Geld vom Bund.
Kolja Kröger
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