München - Die Vorwürfe sind hart: Der „fortgesetzten Tierquälerei“ verdächtigt die Tierrechts-Organisation „Peta“ den Circus Krone. Die Verantwortlichen hätten sich oft nicht an Zirkusleitlinien gehalten, Dressur und Haltung der Elefanten würden „des Öfteren auf Schmerzen“ fußen und hätten bleibende Schäden hinterlassen.

© dpa
Der „fortgesetzten Tierquälerei“ verdächtigt die Tierrechts-Organisation „Peta“ den Circus Krone.
Am Donnerstag legte „Peta“ Dokumente vor, die die Vorwürfe belegen sollen, und stellte Strafanzeige gegen „Krone“. Der Zirkus dementierte erneut entschieden.
Wie berichtet hatte der Zirkus seinerseits Strafanzeige gegen „Peta“ gestellt – wegen übler Nachrede. Krone fühlt sich einer Kampagne ausgesetzt. Bereits Ende 2008 war der Betrieb in die Kritik geraten, nachdem Peta alamierende Zustände gemeldet hatte. Auch das Kreisverwaltungsreferat (KVR), beanstandete einzelne Mängel bei der Tierhaltung und erarbeitete einen Auflagenbescheid, an den sich der Zirkus seit März halten muss. „Man muss daher zwei Zeiträume sehen“, sagt Sebastian Roth vom KVR, „denn seit dem Bescheid hat sich bei Krone vieles zum Guten gewandelt.“
Krone hatte bereits am Vortag die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurückgewiesen. Darin heißt es, die Tiere würden seit Jahren von renommierten Tierärzten betreut, die dem Zirkus eine sehr gute Haltung bescheinigten. Auch der neue Vorwurf sei haltlos, sagte ein Krone-Sprecher. Seine Pferde führe der Zirkus „seit jeher als Nicht-Schlachttiere“, damit er sie bei Erkrankung mit der nötigen Arznei behandeln dürfe. Ohnehin heißt es aus Expertenkreisen, die Auflagen für die Haltung von Schlachttieren seien mindestens so streng wie für Nicht-Schlachttiere. Bezüglich der Medikamentengabe bei Krone äußert sich das LANUV aber ebenfalls kritisch: „Es ist zu prüfen, ob durch die vorhandenen Arzneimittel bestimmte (...) Schäden aufgrund der Haltungsform verschleiert werden sollen.“
Katharina Fuhrin
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