München - Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) wird auch 2010 die Sanitätsstation auf der Wiesn betreuen. Das BRK war wegen einer umstrittenenen Studie an Patienten in die Kritik geraten.
Für die Studie nahmen Ärzte und Sanitäter mehr als 400 Wiesngästen, die 2004 in der Station behandelt wurden, Blut ab und bestimmten unter anderem den Alkohol- und Drogenwert. Viele der Probanden hatten zumindest nicht wirksam ihr Einverständnis erklärt. Die Staatsanwaltschaft hatte im April die Ermittlungsverfahren gegen alle BRK-Mitarbeiter eingestellt. Lediglich gegen den Leiter der Studie, einen Arzt aus Leipzig, wird weiter ermittelt. Ob es zu einer Anklage kommt, stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Obwohl die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, werde die Station auch heuer vom BRK betreut, sagte der Sprecher des Wirtschaftsreferates, Wolfgang Nickl. Die Stadt habe den Vertrag mit dem BRK nicht gekündigt, so dass er sich automatisch für die Wiesn 2010 verlängert habe. Das BRK hatte zuvor zugesichert, dass die 2004 verantwortlichen Ärzte nicht mehr auf dem Oktoberfest praktizieren werden.
pv
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