München - Die ersten Fahrspuren auf der Garmischer Straße wurden schon verschwenkt – doch die Bauarbeiten an der dritten Ring-Röhre dauern noch bis 2015.

© Bodmer
Tempo 40: Seit gestern bekommen den Tunnelbau im Südwesten Münchens auch die Autofahrer zu spüren.
Für Autofahrer wird es ernst. Auf Münchens längster Baustelle ist seit gestern mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Denn für den Bau des 2,8 Kilometer langen Ring-Tunnels im Südwesten der Stadt rund um den Luise-Kiesselbach-Platz sind erstmals Fahrbahnen verschwenkt worden. Autofahrer müssen sich nun in Geduld üben. Denn auf den engen Fahrbahnen wird der Verkehr langsamer fließen. Außerdem dauern die Bauarbeiten sechs Jahre.
Um 11.40 Uhr war es gestern soweit. An der Kreuzung von Mittlerem Ring und Albert-Roßhaupter-Straße wurde der Verkehr in Richtung Norden auf zwei schmale Spuren seitlich verschwenkt. Rund 400 Meter lang ist der Abschnitt bis zur Scharnitzstraße. Noch diese Woche soll ein zweiter Abschnitt weiter nördlich folgen – zwischen der Krüner Straße und der Lindauer Autobahn. Überall gilt: Tempo 40.
In den nächsten Wochen werden überall auf dem Baukorridor Fahrspuren verschwenkt, um Baufelder freizuräumen. Dort werden dann insgesamt rund 8000 Beton- pfähle in den Untergrund gebohrt, die als Wände des neuen Tunnels dienen. Bis zu 300 Arbeiter werden gleichzeitig auf der Baustelle werkeln.
Zwar sollen weitgehend so viele Fahrspuren zur Verfügung stehen wie bisher. Fest steht aber auch: Der Verkehr wird langsamer fließen. Auch Seitenstraßen werden teilweise gesperrt, etwa die Bernrieder und die Preßburger Straße. Stadtkundige Autofahrer sollten den Baustellenbereich umfahren, sagt Baustellenkoordinator Richard Bartl. Entsprechende Vorbereitungen hat die Stadt getroffen. Mögliche Ausweichrouten, etwa die Fürstenrieder und die Boschetsrieder Straße, wurden von Baustellen weitgehend befreit und die Ampelschaltungen angepasst.
von Matthias Kristlbauer
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