1308.07.09|München|München|80
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München - Ab 18. Juli rollt der Verkehr durch den neuen Richard-Strauss-Tunnel - vorbei an gleich sechs Blitzern. Ein Verein befürchtet Schlimmes und rechnet vor, wie viele Führerscheine das kosten könnte.

In den roten Kreisen die Geisterblitzer im Richard-Strauss-Tunnel.
Im Richard-Strauss-Tunnel werden in der etwa 1,5 Kilometer langen Hauptröhre 60, auf den Zu- und Abfahrten 50 Stundenkilometer erlaubt sein. Viel zu langsam findet Michael Haberland, Vorsitzender von „Mobil in Deutschland“. „Auf dem Mittleren Ring wären 80 Stundenkilometer möglich.“ Die Entwicklung könnte in die entgegengesetzte Richtung gehen. „Die Erfahrung wird zeigen, ob die Geschwindigkeit in den Zu- und Abfahrten weiter reduziert werden muss“, sagte Bauer. Auch im geplanten Tunnel am Luise-Kiesselbach-Platz werde man wahrscheinlich Blitzer anbringen.
Haberland schätzt, dass die neuen Blitzer im Richard-Strauss-Tunnel bis zum Jahresende zu rund 50 000 Knöllchen im Wert von rund 2,5 Millionen Euro führen könnten und bis zu 5000 Fahrer ihren Führerschein zeitweise verlieren werden. Das ruft auch die Politik auf den Plan. Josef Schmid, CSU-Fraktionschef im Stadtrat, bezweifelte angesichts der Zahl der Blitzer im Richard-Strauss-Tunnel, dass sie nur zur Erhöhung der Sicherheit aufgestellt wurden. Er befürworte zwar grundsätzlich „alle Maßnahmen, welche die Verkehrssicherheit generell und speziell im Tunnel erhöhen“. Der „verbesserte Verkehrsfluss“ durch den neuen Tunnel dürfe nicht zur „bußgeldmäßigen Abzocke“ führen. Bislang gibt es in München nur zwei fest installierte Blitzer, die Geschwindigkeiten messen. Es handelt sich um zwei Ampelblitzer, die auch Raser fotografieren können. Sie stehen an der Ecke Wasserburger Landstraße/Bajuwarenstraße in Trudering und in Moosach an der Kreuzung Dachauer-/Max-Born-Straße.
von Philipp Vetter
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