020.02.09|München|München|
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München - Die neuen Überwachungskameras in den S-Bahnen haben bereits in drei Fällen weitergeholfen. Nun geht die Nachrüstung weiter.

Das Videoauge fährt mit: 60 S-Bahnzüge sind bisher mit Kameras ausgestattet worden. Foto: mw
In den Münchner U-Bahnhöfen hatte die Videoüberwachung bei der Aufklärung von Straftaten zuletzt wertvolle Dienste geleistet. Erst jüngst wurde ein 23-jähriger Schläger zu vier Jahren Haft verurteilt, der bei seiner Tat gefilmt worden war. In den Verkehrsmitteln selbst soll sich das Videoauge ebenfalls etablieren. Vor mehr als einem halben Jahr hat die Bahn damit begonnen, ihre S-Bahn-Züge mit Kameras auszustatten. Ähnliche Aufklärungserfolge wie in den U-Bahnhöfen gibt es hier aber noch nicht.
Bis zum Jahreswechsel hatte die Bahn von ihren insgesamt 238 S-Bahn-Triebzügen 60 mit Videokameras ausgestattet. Nach einer Anfrage des Stadtrats Thomas Hummel (Bayernpartei), ob durch die Videoaugen bereits Straftaten verhindert oder aufgeklärt wurden, verwies die DB Regio AG auf drei Fälle: eine Sachbeschädigung an einer Trennscheibe, eine Körperverletzung bei einer Schlägerei in der S-Bahn während des Oktoberfestes. Laut Bahn hatte eine Kamera auch Ermittlungsarbeiten „im Fall eines eventuellen Tötungsdeliktes“ unterstützt. „Der betreffende Fall hatte allerdings nur einen indirekten Zusammenhang mit der S-Bahn München“, hieß es. Bis Mitte 2009 sollen in 105 vorgesehenen S-Bahn-Zügen Videokameras installiert werden.
Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) stattet derweil ihre Fahrzeuge mit Kameras aus. Rund 130 Busse wurden nachgerüstet, weitere 17 neue Busse kommen in diesem Jahr hinzu. In den nächsten zwei Jahren sollen auch die 90 Tram- und 580 U-Bahnen mit Videokameras bestückt werden. Demnächst soll hierfür die Vergabe erfolgen. mk
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