München - Christian Ude ist Rathauschef und bekanntester Münchner. Im Vergleich mit den Top-Bossen der Stadt führt der 62-Jährige die Geschäfte der Stadt allerdings seit 16 Jahren für ein relativ mickriges Entgelt.
150 000 Euro brutto inklusive einer Jahresssonderzahlung, das ist der Jahreslohn des OB. Damit steht Ude in der Gehaltstabelle der Bosse der Stadt ganz weit unten. Selbst bei den Unternehmen der Stadt streichen die Chefs jedes Jahr bis zum Drei- und Vierfachen der oberbürgermeisterlichen Bezüge ein. Von den Vorstandsvorsitzenden der Welt-Konzerne mit Sitz in München ganz zu Schweigen …
Spitzenverdiener in der Familie der städtischen Firmen ist Sparkassendirektor Harald Strötgen mit 408 000 Euro (alle Zahlen von 2008). Michael Kerkloh, Chef des Flughafens (23 Prozent städtisch) strich 363 000 Euro ein – 30 000 Euro mehr als im Vorjahr. Stadtwerke-Chef Kurt Mühlhäuser lag mit 318 000 Euro auf Platz drei. Inzwischen dürfte er näher an Strötgen herangerückt sein: Seine Bezüge wurden erhöht. Den üppigsten Aufschlag bekam Mühlhäusers designierter Nachfolger Florian Bieberbach (36) mit plus 70 000 Euro!
Bei den Unternehmen der Stadt steigen die Gehälter immer nur: Die beiden Chefs der Miet-Tochter GWG verdienten je 163 000 Euro – 17 000 Euro mehr. Auf etwa die gleichen Gehälter kommen die beiden Gewofag-Chefinnen. Nur Volkstheater-Chef Christian Stückl musste sich 2008 wie schon im Vorjahr weiter mit 93 000 Euro begnügen.
B. Wimmer/D. Costanzo
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