München - An der Säbener Straße steht nun Münchens erste Fahrradwaschanlage. Wenn die erstmal optimiert ist, will ihr Erfinder sie groß rausbringen. Hier sehen Sie das Video:

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Stefan Sarfert fährt für sein Leben gerne Rad. Was er aber noch nie leiden konnte, ist die mühsame Reinigung seines Mountainbikes nach einer ausgedehnten Tour. „ Das hat mich immer schon aufgeregt“, sagt der diplomierte Maschinenbauingenieur. Letztes Jahr packte er das Problem ingenieursmäßig an - und erfüllte damit seinen lange gehegten Traum, sich selbstständig zu machen. So entstand Münchens erste Fahrradwaschanlage, die jetzt in Giesing zu bestaunen ist.
Nach fünf Minuten begutachtet Max Kölz sein Rad - und ist „zu 80 Prozent“ zufrieden. Einige schwer zu erreichende Stellen haben die Bürsten nicht erwischt. „Aber zweimal im Jahr kann man sowas schon machen.“ Sarfert ist froh über jeden Kunden, aber eigentlich hatte er mehr auf Mountainbiker gesetzt, die häufiger dreckige Räder haben. Bisher bleiben die noch aus.
Der Ingenieur gibt offen zu, dass die Anlage noch optimiert werden muss. Wichtig sind ihm die Rückmeldungen der Kunden. Wie sauber müssen die Felgen werden? Wollen die Kunden auch, dass die Anlage das Rad trocknet? Das hätte natürlich Auswirkungen auf den Preis, der momentan bei sechs Euro liegt. Irgendwann soll die Anlage auch solarbetrieben arbeiten. Schon jetzt sei sie umweltschonend, betont der Erbauer: Ein Durchgang verbraucht nur einen Liter Wasser, und die Maschine verfügt über eine eigene Wasseraufbereitung.
Sobald die Radl-Waschanlage serienreif ist, will Sarfert sie international vertreiben. Campingplätze auf Mallorca und am Gardasee hätten bereits Interesse gezeigt. Roland Weber, ein weiterer neugieriger Kunde, ist vom Erfolg der Idee überzeugt: „Der ist da in eine Marktlücke reingestoßen. Wer putzt schon gerne sein Fahrrad?“
Angelo Rychel
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