221.04.10|München|München|39
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München - Rückschlag für Circus Krone: Der Stadtrat ließ bewusst offen, ob der Traditionsbetrieb 2011 noch mit wilden Tieren auf der Theresienwiese gastieren darf.

© Oliver Bodmer
Die Stadtverwaltung prüft weiterhin, ob sie ein Wildtier-Verbot für städtische Flächen einführen kann. Erst wenn das Ergebnis der Prüfung vorliegt, wolle man über den konkreten Vertrag mit Krone entscheiden, hieß es am Dienstag.
Viele Stadträte würden Zirkussen gerne verbieten, mit Nashörnern, Nilpferden oder Bären auf städtischen Flächen aufzutreten – sie lehnen Wildtiernummern im Zirkus aus Tierschutzgründen ab. Einstimmig beschloss der zuständige Ausschuss 2009 daher die Prüfung eines entsprechenden Verbots.
Eine solche städtische Maßnahme ist jedoch rechtlich umstritten – fraglich ist, ob es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt. Auch in der Stadtverwaltung bestehen dazu offenbar unterschiedliche Auffassungen: Das Referat für Arbeit und Wirtschaft verkündete zuletzt, das Verbot erscheine nicht durchsetzbar. Das Kommunalreferat hingegen sieht anscheinend durchaus Wege, es einzuführen. „Bei uns ist der Wille da, das nochmal zu prüfen“, so ein Sprecher.
Stadtrat Florian Vogel (Grüne), der für das Wildtierverbot kämpft, drängt nun darauf, die Prüfung bald abzuschließen. Falls das Verbot für rechtlich möglich erachtet wird, könne der Stadtrat dem Circus Krone Auflagen für das 2011 geplante Gastspiel auf der Theresienwiese machen. „Wir könnten sagen: Der Zirkus darf auftreten – aber nur ohne Wildtiere.“ Freilich müsste sich auch dafür erst eine Mehrheit finden. Für Vogel wäre das allerdings „nur ein Signal“. Für ein Wildtierverbot müsse es ein Gesetz auf Bundesebene geben.
jop
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